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Panorama Japans Regierung nennt Ära des künftigen Kaisers „Reiwa“
Mehr Welt Panorama Japans Regierung nennt Ära des künftigen Kaisers „Reiwa“
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11:01 01.04.2019
Das Volk hört hin: Passanten verfolgen in Tokio die Ankündigung des neuen Ära-Namens. Die beginnt offiziell am 1. Mai. Quelle: imago images / Kyodo News
Tokio

Die Ära des nächsten Kaisers in Japan heißt „Reiwa“. Der Name bedeute, dass durch das „schöne Zusammenleben“ von Menschen Kultur geboren wird, teilte Ministerpräsident Shinzo Abe am Montag mit. Die zwei Buchstaben des Wortes seien einem Gedicht über blühende Pflaumenblüten entnommen und stammten aus einem 1200 Jahre alten japanischen Lyrikband. „Mit der Wahl eines neuen Ära-Namens erneuere ich meine Verpflichtung, Vorreiter einer neuen Ära voller Hoffnung zu sein“, sagte Abe.

Kaiser Akihito wird am 30. April abdanken, womit die Ära „Heisei“ zu Ende geht. Die neue Ära seines Sohnes, des aktuellen Kronprinzen Naruhito, beginnt am 1. Mai. Der Name wurde live im Fernsehen bekannt gegeben.

Was die Regierung mit dem Namen ausdrücken will

Das Wort „Reiwa“ stammt aus der Gedichtesammlung „Manyoshu“ aus dem siebten Jahrhundert, die laut Abe „Japans einzigartige nationale Identität“ aufzeigt. Die Regierung habe den Namen in der Hoffnung ausgewählt, dass Japan eine Nation sei, „in der jeder Mensch seine Träume verwirklichen kann. Wie die Pflaumenblüten, die wunderschön nach einem harten Winter blühen, um den Beginn des Frühlings zu markieren“.

Bereits zuvor hatte Regierungssprecher Yoshihide Suga erklärt, der Name der Ära werde hoffentlich von den Menschen akzeptiert und in ihrem täglichen Leben tief verwurzelt sein. In der japanischen Gesellschaft stößt man immer wieder auf den aktuellen Ära-Namen, etwa findet er in offiziellen Papieren und Geschäftsunterlagen nach wie vor Verwendung. Ältere nutzen den Namen häufig, um auf ihre Generationen zu verweisen.

Von RND/AP