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Panorama Jacksons Mutter und Diana Ross erhalten Sorgerecht für Kinder
Mehr Welt Panorama Jacksons Mutter und Diana Ross erhalten Sorgerecht für Kinder
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12:14 02.07.2009
In seinem vor sieben Jahren aufgesetzten Testament hat Michael Jackson bestimmt, dass seine Mutter Katherine im Falle seines Todes das Sorgerecht für die drei Kinder erhält und deren Besitz treuhänderisch verwalten soll. Quelle: afp
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Seinen Vater Joe und seine Ex-Frau Deborah Rowe bedachte er nicht. Jacksons Familie gab am Mittwoch bekannt, es werde entgegen ersten Medienberichten nun doch keine Trauerfeier für den vor einer Woche verstorbenen Star auf seiner Neverland-Ranch geben.

In dem vor sieben Jahren aufgesetzten Dokument bestimmt Jackson, dass seine Mutter Katherine im Falle seines Todes das Sorgerecht für die drei Kinder erhält und deren Besitz treuhänderisch verwalten soll. „Für den Fall, dass Katherine Jackson vor mir sterben sollte oder unfähig oder unwillig ist, das Sorgerecht auszuüben, benenne ich Diana Ross“, heißt es in dem Testament. Mit der US-Souldiva verband den 50-Jährigen eine langjährige Freundschaft.

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Ausdrücklich bestimmt Jackson in dem fünf Seiten langen Testament, dass seine Ex-Frau Debbie Rowe, die Mutter von zweien seiner drei Kinder, nicht berücksichtigt wird. „Ich habe absichtlich keine Vorsorge für Deborah Jean Rowe Jackson vorgesehen“, heißt es in dem Vermächtnis. Sein Vater Joe wird darin nicht ausdrücklich erwähnt. Laut „Wall Street Journal“ wurde er von seinem Sohn enterbt. In seinem letzten Willen verfügte der Popstar zudem, dass sein Vermögen in eine Stiftung namens Michael Jackson Family Trust fließen soll. Ein Gericht in Los Angeles setzte für den 6. Juli eine Anhörung zu dem Testament an.

Jacksons Familie gab unterdessen bekannt, es werde keine “öffentliche oder private Aufbahrung“ des Leichnams auf Neverland geben. Über Pläne für eine öffentliche Zeremonie würde derzeit beraten, sie würden in Kürze bekannt gegeben, heißt es in der Erklärung. US-Medien hatten zuvor berichtet, dass der Leichnam der Poplegende am Donnerstag auf das Anwesen in Kalifornien gebracht würde. Am Freitag sollte dann die Öffentlichkeit zugelassen werden, um Abschied von dem Star zu nehmen. US-Medien hatten außerdem darüber spekuliert, dass Jackson auf seiner Phantasie-Ranch bestattet werden könnte. Die „Los Angeles Times“ berichtete am Mittwoch auf ihrer Internetseite jedoch, dass es dabei Probleme mit den lokalen Behörden gebe.

In der Villa des Sängers fanden Ermittler das starke Narkose-Medikament Propofol, wie die Internetseite TMZ.com berichtete. Das Narkotikum sei „extrem stark und gefährlich“ und deshalb nur für Mediziner erhältlich, hieß es in dem Bericht weiter. Propofol könne bei falscher Einnahme zu Herzstillstand führen.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage gaben fast zwei Drittel der US-Amerikaner (64 Prozent) an, die Berichterstattung über Jacksons Tod sei zu exzessiv gewesen. Drei Prozent hätten sich eine noch größere Aufmerksamkeit der Medien gewünscht, ergab die Studie des unabhängigen Forschungszentrums Pew. Für 29 Prozent der Befragten war die Berichterstattung „normal“. Jackson war am vergangenen Donnerstag in Los Angeles gestorben.

afp