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Panorama Irrtum der Mutter führte zu schwerem Badeunfall
Mehr Welt Panorama Irrtum der Mutter führte zu schwerem Badeunfall
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17:46 09.06.2009
Hallenbad in Leer Quelle: Wolters

Ein acht Jahre altes Mädchen starb, eine weitere Tochter und der Sohn überlebten schwer verletzt. Die Mutter habe geglaubt, dass der Boden hinter dem Nichtschwimmerbecken ähnlich wie im Freibad sanft nach unten abfalle, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Werner Kramer am Dienstag in Aurich. Die Mutter sei jedoch in dem tiefen Schwimmerbereich des Hallenbades abgerutscht und unter Wasser mit den Kindern in einen Schockzustand gefallen.

Die Justiz stellte nach weiteren Angaben das Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen die Bademeisterin und die Mutter ein. Der Bademeisterin war kein falsches Verhalten nachzuweisen. Sie hatte die Opfer zusammen mit anderen Badegästen geborgen und wiederbelebt. Die Mutter habe sich zwar nicht ausreichend über die Besonderheiten des Bades informiert und den Kindern auch keine Schwimmflügel angezogen. Eine Strafe sei jedoch wegen der schweren Folgen für sie und ihre Kinder verfehlt, sagte Kramer. Der sieben Jahre alte Sohn und die fünf Jahre alte Tochter waren nach Tagen aus dem Koma erwacht. Bleibende gesundheitliche Schäden seien derzeit nicht absehbar.

Die Mutter habe irrtümlich die Verhältnisse im Freibad und im Hallenbad gleichgesetzt, sagte Kramer: „Das steht jetzt definitiv fest.“ Die Kinder hätten sich an ihrem Arm festgehalten und dort erschreckt festgeklammert, so dass alle Opfer auf den Boden sanken. Dort sei sofort Wasser in die Lungen gedrungen. Der Schock hat nach der Stellungnahme eines Pathologen eine Verkrampfung ausgelöst und zur Bewusstlosigkeit geführt. Da die Opfer nicht auf sich aufmerksam machen konnten, blieb der Unfall zunächst unbemerkt.

Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob Ermittlungen gegen die Verantwortlichen des Schwimmbades geführt werden müssen. Ein Gutachten soll unter anderem klären, wie die Absperrung des Nichtschwimmerbereiches und die Beschriftung ausgesehen hat und ob entsprechende DIN-Vorschriften eingehalten wurden.

lni

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