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Panorama Instabile ehemalige Asphalt­stollen: Schäden an Dutzenden Häusern in Hannover drohen
Mehr Welt Panorama Instabile ehemalige Asphalt­stollen: Schäden an Dutzenden Häusern in Hannover drohen
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18:15 04.10.2021
Nördlich und südlich der Heisterbergallee in Hannover-Ahlem erstrecken sich die Asphaltstollen.
Nördlich und südlich der Heisterbergallee in Hannover-Ahlem erstrecken sich die Asphaltstollen. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Drei ehemalige Asphalt­gruben, die seit fast 100 Jahren außer Betrieb sind, bereiten der Stadt Hannover Probleme. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) halte es für dringend erforderlich, zeitnah zu erkunden, ob eine Tagesbruch­gefahr besteht, teilte die Stadt­verwaltung am Montag mit. Darüber hinaus gehe es darum zu untersuchen, welche Möglichkeiten bestehen, die Stollen dauerhaft zu sichern.

Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ hatte zuerst berichtet, dass die früheren Asphalt­gruben im Stadtteil Ahlem instabil seien und einzubrechen drohten. Die Eigentümerinnen und Eigentümer der betroffenen Grund­stücke sollen in den Dialog über das weitere Vorgehen eingebunden werden, hieß es.

„Latente Gefahr“ für Häuser

Laut Bau­dezernent Thomas Vielhaber (SPD) bestehe eine „latente Gefahr“, dass rund 70 Häuser beschädigt werden, weil unterirdische Stollen einstürzen. Insgesamt seien rund 100 Grund­stücke betroffen. Für ihn stehe außer Frage, dass dringend etwas unternommen werden müsse. Vielhaber betonte gegenüber der „HAZ“ aber: „Den Menschen wird nicht der Boden unter den Füßen weggezogen.“ Allerdings könnten sich Stollen absenken, sodass Risse in Häusern entstehen und Fundamente beschädigt werden.

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Um die Stollen zu stabilisieren, müsste die Stadt dem Bericht zufolge Beton oder vergleichbare flüssige Materialien unter die Erde pumpen. Zuvor wäre es nötig, das Wasser aus den Tunneln zu entfernen. Insgesamt beziffert die Stadt die Kosten demnach auf etwa 10 Millionen Euro.

RND/dpa/seb

Der Artikel "Instabile ehemalige Asphalt­stollen: Schäden an Dutzenden Häusern in Hannover drohen" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.