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Panorama Mehr Krankenhäuser schließen ihre Geburtshilfe
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16:45 23.11.2016
Immer weniger Kliniken wollen eine Abteilung für Geburtshilfe. Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Wenn Krankenhausträger aus unterschiedlichen Gründen wie mangelnde Wirtschaftlichkeit oder fehlendes Personal beschließen, Abteilungen für Geburtshilfe zu schließen, habe das Land hiergegen keine rechtliche Handhabe, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Im Landkreis Diepholz gibt es zum Beispiel gar keine Geburtsklinik mehr, im Kreis Schaumburg nur noch eine in Bückeburg. Allerdings öffnet im April 2017 am Standort Obernkirchen ein neues Klinikum mit drei Kreißsälen. In Ostfriesland wurde die Geburtshilfe in Norden bereits geschlossen. Die Kliniken in Norden, Aurich und Emden werden möglicherweise in einem Zentralklinikum zusammengeführt.

Die Geburtsstation in Bad Gandersheim (Kreis Northeim) wird zum Jahresende aufgegeben. Werdende Mütter müssen dann etwa eine halbe Stunde in die Kreisstadt fahren. Auch in Braunschweig schließt nach Angaben des Hebammenverbandes zum Jahreswechsel das Klinikum Vincenz die Geburtshilfe.

In Hannover ist der Kreißsaal im Friederikenstift nachts abgemeldet. Hintergrund sind Personalengpässe. Ab Januar sollen wieder Geburten rund um die Uhr möglich sein. Das Krankenhaus finanziere dann acht zusätzliche Kräfte aus eigenen Mitteln, sagte ein Kliniksprecher. In der niedersächsischen Landeshauptstadt wurde 2015 die Geburtsstation des Nordstadtkrankenhauses geschlossen, wo rund 1000 Kinder jährlich zur Welt gekommen waren.

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