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Panorama Hund stirbt im Tierheim – Besitzerin erhält ihn in Klebeband gewickelt zurück
Mehr Welt Panorama Hund stirbt im Tierheim – Besitzerin erhält ihn in Klebeband gewickelt zurück
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19:46 25.04.2019
Der Husky litt an einer chronischen Darmentzündung (Symbolfoto). Quelle: picture alliance
Dublin

Die Irin Kirsten Kinch machte drei Tage Urlaub auf Island, ihren Hund Nova ließ sie in dieser Zeit in einem Tierheim in Dublin. Doch als sie ihre Husky-Dame wieder abholen wollte, teilte man ihr mit, der Hund sei verstorben. Kirsten Kinch bekam ein Paket in die Hand, komplett mit Klebeband umhüllt, „man kann es nur als verpackten Ball bezeichnen“, schreibt Kinch auf Facebook und Instagram.

Dort teilt sie die Geschichte ihres Hundes, die sich bereits Ende Dezember zugetragen hat. Das Tier sei laut Tierheim am Morgen tot mit inneren Blutungen im Hinterteil aufgefunden worden. „Wir waren schockiert. Drei Tage zuvor hatten wir einen gesunden Hund übergeben“, schreibt Kinch. Ihr toter Hund sei ohne Fürsorge und Empathie verpackt worden. „Es gibt keine Worte, die beschreiben, wie traumatisch und herzzerreißend es war, sie so mitzunehmen.“

Obduktionsergebnis ist nicht bekannt

Ganz gesund war der Hund indes nicht: Kirsten Kinch erzählt in den Postings auch von der Coltis-Erkrankung der Husky-Dame. Sie habe zweimal täglich Medikamente gegen die chronische Darmentzündung benötigt, allerdings habe sich ihr Zustand zuletzt stark verbessert. Zwei Tage vor der Abreise sei sie mit Nova beim Tierarzt gewesen, um sie noch einmal durchchecken und impfen zu lassen.

Mit dem Päckchen Hund fuhr Kinch direkt zum Tierarzt. „Die Ärztin war entsetzt. Sie konnte nicht glauben, dass sich in diesem Haufen ein 25 Kilogramm schwerer Husky befindet.“ Nachdem Nova durch einen Chip identifiziert wurde, entschieden sich Halter und Tierarzt, den Kadaver zur Obduktion zu geben.

Bekam der Hund die lebenswichtigen Medikamente?

Laut Obduktionsbericht sei Nova verblutet. Kinch hatte bereits beim Abholen vermutet, dass das Tierheim Nova die notwendige Medizin nicht gegeben habe. Laut Bericht sei der Magen komplett leer gewesen, was aufgrund ihrer Erkrankung tödlich sein könne. Selbst wenn Nova ihre Medikamente bekommen hätte, hätten sie mit leerem Magen nicht aufgenommen werden können.

Nun warnt Kinch vor dem Tierheim. Sie hat unter dem Motto „Gerechtigkeit für Nova“ eine Petition gestartet, um die Anlage schließen zu lassen. Sie habe dem Tierheim mehrfach Nachrichten zukommen lassen und um Details zu den Umständen des Todes gebeten, aber bisher keine Antwort erhalten, schreibt Kinch.

Owner of P&E kennels is Paddy Cullen, also running a 'rescue' under the name Second Chance Pets. P&E kennels have...

Gepostet von Kirsten Kinch am Dienstag, 23. April 2019

Tierheim fürchtete hochansteckende Erkrankung des toten Hundes

Das Tierheim hingegen hat sich gegenüber der britischen „Daily Mail“ geäußert. Demnach hätte der Verdacht bestanden, der Hund leide am Parvovirus, einer hochansteckenden und tödlichen Infektion, deren Symptome denen eines Coltis-Schubes ähneln. Deshalb habe der Tierarzt des Tierheims veranlasst, dass der Hund sofort verpackt wird.

Er wurde in einen Müllsack gestopft und mit Klebeband umhüllt, um so keine Gefahr für andere Tiere zu sein, weil die Gefriertruhe des Heims zu klein für den 25-Kilo-Hund war. Zum Zeitpunkt des Verpackens sei nicht klar gewesen, woran der Hund leidet, deshalb habe man die anderen Tiere schützen müssen, so das Tierheim.

Morddrohungen gegen Tierheimleiter

Für Kirsten Kinch klingt das nach einer faulen Ausrede. In einem weiteren Beitrag schreibt sie, dass ihr Hund geimpft gewesen sei und sie jene Impfung auch vorweisen musste, als das Tier aufgenommen wurde. Zudem fragt sich die Hundehalterin, warum das Tierheim weder sie noch den von ihr angegebenen Tierarzt informiert habe, als es zu Komplikationen bei dem Hund kam.

Der Leiter des Tierheims Paddy Cullen sieht sich indes einer Hetzkampagne ausgesetzt. Auf Facebook kommentierten zahlreiche Unterstützer von Kinch die Beiträge, inzwischen hat er die Kommentarfunktion abgeschaltet und löscht auch nach und nach Einträge. Gegenüber der „Daily Mail“ spricht der Leiter von Hassbriefen und Morddrohungen. „Die Leute haben geschrieben, dass sie unsere Einrichtung abbrennen wollen.“

Andererseits meldeten sich mittlerweile auch viele andere Kunden des Tierheims, die zufrieden waren. „Ich habe selbst erlebt, wie liebevoll, fürsorglich und aufopferungsvoll Paddy mit den Tieren umgeht“, schreibt eine Kundin.

Von RND/msk

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