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Panorama Hoffnung im Kampf gegen Ölpest - BP pumt Öl ab
Mehr Welt Panorama Hoffnung im Kampf gegen Ölpest - BP pumt Öl ab
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09:20 17.05.2010
In 1500 Meter Tiefe liegt das Leck aus dem das Öl strömt. Quelle: ap
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Obwohl es BP erstmals gelungen ist, zumindest einen Teil des ausströmenden Öls abzusaugen, warnt BP zugleich: Um das Leck in 1500 Meter Tiefe endgültig zu schließen, dürften noch bis zu zehn Tage vergehen.

Auch die Regierung von Präsident Barack Obama hält sich bedeckt. In einer Erklärung des Innen- und des Heimatschutzministeriums heißt es lediglich, BP hat einen weiteren Test Versuch unternommen, die Ölpest einzudämmen. „Diese Technik stellt keine Lösung des Problems dar, und es ist noch unklar, wie erfolgreich sie sein könnte.“ Die Regierung betont: „Wir werden nicht ruhen, bis BP das Bohrloch permanent versiegelt hat...“

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Den BP-Experten gelang ist nach eigenen Angaben am Sonntag, ein Absaugrohr in die defekte Steigleitung einzuführen und Öl auf einen Tanker Schiff abzupumpen. Allerdings unklar, wie viel des ausströmenden Öls aufgefangen werde, sagte BP-Manager Kent Wells. „Das ist die große Frage“, meinte Wells, die man erst in einigen Tagen beantworten könne.

Um das Leck zu verschließen, wollen die Experten große Massen von Schlamm und Geröll einsetzen, die unter starkem Druck in das Leck „geschossen“ werden sollen. Wells bezeichnet die Methode als „Top Kill“. Dies könne bis zu zehn Tagen dauern.

Zugleich gab es aber auch neue Hiobsbotschaften: US- Wissenschaftler entdeckten riesige Unterwasser-Ölschwaden. Diese seien bis zu 16 Kilometer lang, sechs Kilometer breit und hätten eine Höhe von rund 100 Meter. Der Sauerstoffgehalt in der Nähe der Ölschwaden liege bereits rund 30 Prozent unter den Normalwerten, dies könnte sich zu einer Gefahr für Meerestiere auswachsen.

dpa