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Panorama Hochzeitkorso-Verdächtiger: „Wir haben den Verkehr gar nicht ausgebremst“
Mehr Welt Panorama Hochzeitkorso-Verdächtiger: „Wir haben den Verkehr gar nicht ausgebremst“
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17:27 18.05.2019
Das Foto der Polizei zeigt einen Hochzeitskorso auf der Autobahn A3. Nach der Autoblockade der A3 bei Ratingen durch eine Hochzeitsgesellschaft sind am Freitagmorgen mehrere Objekte im Raum Wesel durchsucht worden. Quelle: Polizei Düsseldorf/dpa
Düsseldorf

Nach der Razzia wegen des Hochzeitskorsos auf der Autobahn 3 bei Ratingen hat ein Betroffener via „Bild“-Zeitung den Vorwürfen der Polizei widersprochen. „Wir haben auf keinen Fall den Verkehr ausgebremst und niemanden gefährdet, es war bereits Stau“, sagte der 25-jährige David W. der „Bild“-Zeitung. Obwohl er nur als Beifahrer in einem der Autos gesessen habe, sei er wie ein Schwerverbrecher behandelt worden.

Ein Polizeisprecher sagte dazu der Zeitung zufolge, die Ermittlungen würden zeigen, ob es sich bei den Aussagen des 25-Jährigen um Schutzbehauptungen oder die Wahrheit handelt.

Hochzeitskorso-Razzia: Praktisch alle Verdächtigen polizeibekannt

Die Polizei hatte wegen des Vorfalls am 22. März am Freitagmorgen sieben Wohnungen von acht Verdächtigen im Raum Wesel durchsucht. Die Ermittler beschlagnahmten Handys, Speichermedien und Computer. In einem Fall hatte die Polizei Hinweise, dass der Bewohner im Besitz einer Waffe sein könnte – daher rückte dort ein Spezialeinsatzkommando an.

Praktisch alle Verdächtigen sollen polizeibekannt sein, unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, Widerstands gegen die Staatsgewalt sowie wegen Gewaltdelikten. Bei den Durchsuchungen seien auch Marihuana und „illegale Medikamente“ gefunden worden. Laut Polizei handelt es sich um Präparate mit Testosteron. Die Ermittlungskommission „Donut“ wertet nun die gefundenen Beweismittel aus.

Von RND/dpa