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Panorama Helfer suchen auf Rügen weiter nach vermisstem Kind
Mehr Welt Panorama Helfer suchen auf Rügen weiter nach vermisstem Kind
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14:07 08.01.2012
Die Suche nach dem verschütteten Mädchen auf Rügen wird fortgesetzt.
Die Suche nach dem verschütteten Mädchen auf Rügen wird fortgesetzt. Quelle: dpa
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Vor der Steilküste von Rügen haben die Einsatzkräfte am Sonntag die Suche nach der vermissten Katharina fortgesetzt. Hundeführer liefen den Geröllhaufen an der Unglücksstelle mit Leichenspürhunden ab. Dort wo die Tiere anschlugen, trug ein Bagger vorsichtig auf einer Fläche von rund 60 Quadratmetern Erde, Steine und Kreide ab. „Es ist die Suche nach der Nadel im Heuhaufen“, sagte Einsatzleiter Daniel Hartlieb.

Am Mittag wurden erneut Hunde über die Unglücksstelle geschickt, die wiederum Zeichen gaben. „Wir machen deshalb weiter“, sagte Hartlieb. Weil die Hunde seit dem Unglück am zweiten Weihnachtsfeiertag immer wieder Signale gegeben hatten, gingen die Helfer bisher fest davon aus, dass das Kind verschüttet wurde. Inzwischen schließen sie aber auch nicht mehr aus, dass sie das Mädchen möglicherweise nicht finden werden.

Es wird darüber spekuliert, dass die Zehnjährige von dem Druck der Gerölllawine auch ins Meer gespült worden sein könnte. „Alles ist möglich“, sagte Hartlieb. Zudem werden die Bodenverhältnisse zunehmend schwierig.

Katharina aus Plattenburg in Nordbrandenburg war am zweiten Weihnachtsfeiertag an der Steilküste verunglückt, als sich mehrere tausend Kubikmeter Erde und Kreide aus dem Kliff lösten und in die Tiefe stürzten. Ihre Mutter und die 15-jährige Schwester konnten verletzt geborgen werden. Die Suche am Fuß des 35 Meter hohen Kliffs musste nach Regen, Sturm und einem erneuten Erdrutsch seitdem mehrfach unterbrochen werden.

Am Samstag war mit einem 30-Tonnen-Bagger gegraben worden, der mit seinem 18 Meter langen Ausleger auf einem Areal von rund 500 Quadratmeter Geröll und Kreideschlamm vorsichtig beiseite hob. Allerdings musste der Einsatz wegen der einbrechenden Dunkelheit ergebnislos abgebrochen werden.

Ein Polizeiseelsorger begleitete am Sonntag die 15 Einsatzkräfte bei den Arbeiten vor Ort. „Die Männer wollen der Familie das Kind zurückgeben. Das ist ihr tiefster Wunsch“, sagte Pfarrer Andreas Schorlemmer in einem dpa-Interview. Die Unglücksstelle ist großräumig abgesperrt. Blumen und Grablichter erinnern an das tragische Geschehen.

Die Familie müsse sich um die Kosten des Einsatzes keine Sorgen machen, sagte der Leiter des Amtes für Rettungswesen im Landkreis Vorpommern-Rügen, Marcus Zimmermann. Der Einsatz werde von Kreis und Gemeinde finanziert. Dies sehe das Rettungsgesetz vor. 

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.