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Panorama Heiligenstadt will flexiblere Sommerferien
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18:46 08.04.2013
Von Karl Doeleke
Auch eine Folge des dichten Ferienkalenders: Stau auf der Autobahn Quelle: Geoffrey May
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Hannover

Die Kultusminister der Länder verhandeln derzeit die Ferienregelung für die Jahre 2018 bis 2024, die voraussichtlich Anfang kommenden Jahres von der Kultusministerkonferenz festgelegt wird. Bisher ist es so, dass alle Bundesländer - mit Ausnahme Bayerns und Baden-Württembergs - jedes Jahr zu unterschiedlichen Zeiten in die Sommerferien gehen.

Die Kultusministerin reagiert damit auf einen Brief von Frieslands Landrat Sven Ambrosy, der zugleich Vorsitzender des Tourismusverbandes Niedersachsen ist. Ambrosy beklagt in dem Schreiben an Heiligenstadt und Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) zu enge Ferienkorridore. In Zeiten sich überschneidender Ferientermine gingen allein der Tourismuswirtschaft an der Nordseeküste grob geschätzt jährlich 100 Millionen Euro verloren. So seien die Quartiere in bestimmten Wochen stark überbucht, wenn sich zum Beispiel die Termine von NRW und Niedersachsen überschnitten.

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Ferienkorridor zwischen dem 15. Juli und dem 15. September

Touristen würden in andere Regionen oder Länder ausweichen. Der Landrat fordert daher die Ausweitung des Ferienkorridors auf etwa 90 Tage zwischen dem 15. Juli und dem 15. September. In diesem Jahr würden sich die Sommerferien der 16 Bundesländer auf 73 Tage konzentrieren. In der vorherigen Verhandlungsrunde für die Jahre 2011 bis 2017 war der Versuch, die Ferienzeiten zu entzerren, am Widerstand aus Süddeutschland gescheitert. Vor allem die Bayern pochen auf ihr Recht auf Sommerferien im August.

Heiligenstadt will sich nun dafür einsetzen, dass in Zukunft alle Länder an der Rotation teilnehmen. „Es ist kaum einzusehen, dass Bayern und Baden-Württemberg hier seit Jahren ausscheren. Das Argument, bayerische Kinder müssten zwingend im August Sommerferien haben, weil sie dann bei der Ernte gebraucht würden, dürfte wohl längst überholt sein“, meinte Heiligenstadt.

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