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Panorama Hamelner Schützen schweigen vor Gericht
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12:26 16.01.2017
Sechs Mitglieder eines Hamelner Schützenvereins stehen derzeit in Hannover vor Gericht. Quelle: Symbolfoto
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Hannover

Die Staatsanwaltschaft wirft drei ehemaligen Vorstandsmitgliedern des Schießvereins Bestechlichkeit in besonders schwerem Fall vor. Drei weitere Männer sind wegen Beihilfe angeklagt. Der 59-jährige Ehrenpräsident - ein italienischer Gastronom - sitzt wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Er allein soll insgesamt 74.000 Euro eingenommen haben. Zwischen Mai 2013 und Mai 2016 soll der Restaurantbesitzer gemeinsam mit dem damaligen Vereinspräsidenten - einem Rechtsanwalt - in 53 Fällen Männern und Frauen zu Unrecht Waffenbesitzkarten verschafft haben.

In 35 Fällen war laut Anklage der 39-jährige ehemalige zweite Vorsitzende beteiligt. Der Ehrenpräsident soll in der Regel 1560 Euro von jedem Anwärter kassiert haben. Lediglich der 39-Jährige machte am Montag im Landgericht Hannover Angaben zu den Vorwürfen. Von Zahlungen in dieser Höhe wisse er nichts, sagte er vor Gericht. Er habe lediglich auf Weisung des Vereins-Chefs mit Hilfe eines Online-Programms um den Einzug der Mitgliedsbeiträge sowie um Elektroarbeiten an der Schießanlage gekümmert. Der wegen Beihilfe angeklagte Mann sagte, er habe nur aus Gutmütigkeit beim elektronischen Einzug von Lastschriften helfen wollen. Er sei aber weder Buchhalter noch Kassenwart des Vereins gewesen.

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lni/dpa

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