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Panorama Hamburg: Vierjährige außer Lebensgefahr
Mehr Welt Panorama Hamburg: Vierjährige außer Lebensgefahr
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17:56 18.11.2016
In der Notfallambulanz des Krankenhauses in Hamburg-Altona ist eine misshandelte Vierjährige aufgenommen worden – sie ist außer Lebensgefahr. Quelle: dpa
Hamburg

Das kleine Mädchen war am vergangenen Sonntag von einem Paar in einer Notfallpraxis abgegeben worden. „Es wies diverse, teils schwere innere Verletzungen sowie Hämatome im Gesicht und am ganzen Körper auf“, sagte Oberstaatsanwältin Nana Frombach. „Es wurde umgehend in das Kinderkrankenhaus gebracht und dort notoperiert.“

Der Eingriff rettete dem bulgarischen Mädchen das Leben. Offenbar gaben die Eltern selbst die Verletze im Krankenhaus ab, machten sich dann aber davon. Die Kleine soll vom Fahrrad gefallen sein, gaben die beiden im Krankenhaus an. Eine Aussage, die niemand glaubte.

Die Staatsanwaltschaft leitete daher ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags, Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährlicher Körperverletzung ein.

Welche Rolle die Eltern in dem Fall spielen und wo sie sich aufhalten – auch dazu gab es von der Staatsanwaltschaft bisher keinerlei Auskünfte. Nach Medienberichten soll sich das Kind erst seit kurzem in Hamburg aufhalten, die Eltern leben wohl schon länger in der Hansestadt.

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus soll die Vierjährige dem Jugendamt übergeben werden. Quelle: dpa

Nach der Entlassung aus der Klinik soll die Vierjährige von den Behörden in Obhut genommen werden. „Der Kinder- und Jugendnotdienst hat die formelle Inobhutnahme bereits ausgesprochen“, heißt es aus der Sozialbehörde. Bislang war das Mädchen keiner Behörde bekannt – ein staatliches Versagen kann in diesem Fall also ausgeschlossen werden.

In den vergangenen Jahren hatten bereits mehrere Fälle von schwerer Kindesmisshandlung in Hamburg für Entsetzen gesorgt, wie etwa der des totgeschüttelten einjährigen Babys Tayler. Dessen Stiefvater muss sich derzeit vor dem Hamburger Landgericht verantworten.

Von RND/dpa/cab

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