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Panorama „Hairstylist“ erleidet Niederlage vor Gericht
Mehr Welt Panorama „Hairstylist“ erleidet Niederlage vor Gericht
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19:08 23.01.2013
Schneiden darf er nicht: Ein selbständiger Göttinger „Hairstylist“ hat in seinem Kampf gegen die Handwerksordnung erneut eine Niederlage erlitten. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Göttingen

Ein selbständiger Göttinger „Hairstylist“ hat in seinem Kampf gegen die Handwerksordnung erneut eine Niederlage erlitten. Der 36-Jährige wollte gerichtlich feststellen lassen, dass er selbstständig in einem stehenden Gewerbebetrieb Haare schneiden, tönen und färben sowie Dauerwellen legen und Strähnchen färben darf, auch wenn er nicht in die Handwerksrolle eingetragen ist. Das Verwaltungsgericht Göttingen wies jedoch seine Klage gegen den Landkreis Göttingen ab. Haareschneiden und Färben seien zentrale Tätigkeiten des Friseurhandwerks. Dies habe das Bundesverwaltungsgericht erst im Sommer 2011 in einem Urteil klar gestellt.

Der 36-Jährige hatte bereits vor drei Jahren einen Prozess vor dem Amtsgericht Göttingen verloren, wo er sich gegen einen Bußgeldbescheid des Landkreises zur Wehr gesetzt hatte. Nach Ansicht des Gerichts hatte er gegen das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit verstoßen, weil er in erheblichem Umfang typische Tätigkeiten des Friseurhandwerks ausgeübt habe. Dies sei nicht zulässig gewesen, da er kein Friseurmeister sei und nicht in die Handwerksrolle eingetragen sei.

Der Mann, der sich als Visagist, Kosmetiker und Hairstylist bezeichnet, hatte seine Friseurausbildung im zweiten Ausbildungsjahr abgebrochen. Inzwischen hat er gemeinsam mit einer Friseurmeisterin eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet, die in die Handwerksrolle eingetragen ist. Bei einer Auflösung der Gesellschaft oder einem Ausscheiden der Friseurmeisterin wäre die Eintragung nicht mehr gültig - es sei denn, er hätte inzwischen selbst den Meisterbrief erworben. Dazu müsste er erstmal eine Ausbildung machen.

Heidi Niemann

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