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Panorama Haftbefehl nach Vierfachmord: Sohn und Freund verdächtigt
Mehr Welt Panorama Haftbefehl nach Vierfachmord: Sohn und Freund verdächtigt
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23:06 11.04.2009
Ein Ermittler der Polizei trägt am Freitag in Eislingen aus dem Mehrfamilienhaus einem Computer heraus. Quelle: Oskar Eyb/ddp
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Wie die Staatsanwaltschaft Ulm und die Polizeidirektion Göppingen mitteilten, waren die beiden Tatverdächtigen zuvor dem Richter am Landgericht Ulm vorgeführt worden. Nachdem dieser die Haftbefehle erlassen hatte, wurden die beiden in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten gebracht.

Der 18-Jährige hatte zunächst gegenüber der Polizei angegeben, seine Eltern und seine zwei erwachsenen Schwestern am Karfreitagmorgen in der Wohnung der Familie tot aufgefunden zu haben. Die Leichen wiesen laut Polizei „eine Vielzahl von Einschüssen“ auf. Dem Obduktionsergebnis zufolge wurden die vier Getöteten mit einer Kleinkaliberwaffe niedergeschossen. Die Tatwaffe sei aber noch nicht gefunden worden. Der 18-Jährige ist Mitglied in einem Schützenverein. Die beiden jungen Männer gerieten den Angaben zufolge nach den ersten Ergebnissen der Tatortermittler, der Obduktion und den ersten Vernehmungen ins Visier der Ermittler der Göppinger Kriminalpolizei.

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Die vier Toten lagen in einer Maisonettewohnung in einem der Familie gehörenden Mehrfamilienhaus. Die Polizei fand zunächst auch keine Spuren, dass sich jemand gewaltsam Zutritt zu dem Haus verschafft hat. Der Vater wurde 57 Jahre alt, die Mutter 55 Jahre. Die beiden Schwestern starben im Alter von 24 und 22 Jahren. Die Leiche des Vaters wurde im Flur, die der Mutter im Bad aufgefunden. Die beiden jungen Frauen lagen im Dachgeschoss in einem Zimmer. Außer dem Sohn hat die Familie keine weiteren Kinder.

Die Familie galt laut Polizei als „gut situiert“. Im Erdgeschoss des Hauses befindet sich die Praxis des getöteten 57-Jährigen, der als Heilpraktiker arbeitete.

ddp