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Panorama Haftbefehl nach Messerattacke im Landgericht Dresden erweitert
Mehr Welt Panorama Haftbefehl nach Messerattacke im Landgericht Dresden erweitert
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12:29 24.07.2009
Blumen vor dem Dresdener Landgericht erinnern an das Opfer der tödlichen Messerattacke. Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Messerstecher um einen „fanatischen Ausländerfeind“. Quelle: Norbert Millauer/ddp (Archiv)
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Dies habe das Amtsgericht Dresden am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft entschieden.

Der 32-jährige Ägypter war bei der Gerichtsverhandlung am 1. Juli durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Er hatte seiner Ehefrau helfen wollen, die mit mindestens 18 Messerstichen getötet wurde.

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Die Ägypterin hatte den Mordverdächtigen vor einem Jahr wegen Beleidigung angezeigt, woraufhin dieser vom Amtsgericht verurteilt wurde. Auch in der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht hatte die Frau gegen ihn ausgesagt, unmittelbar bevor sie getötet wurde. Der Mann hatte die 31 Jahre alte Mutter bei einem Streit auf einem Spielplatz als „Islamistin“ und „Terroristin“ beschimpft.

Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Messerstecher um einen „fanatischen Ausländerfeind“. Nach Medienberichten hat er auch bei der Vorführung vor der Haftrichterin am Donnerstagnachmittag zu den Vorwürfen geschwiegen. Der Prozess gegen ihn soll frühestens im Hebst beginnen. Die Tötung der schwangeren Frau hatte auch zu heftigen Protesten in Ägypten geführt.

Der Witwer erholt sich nach Informationen der „Dresdner Neuesten Nachrichten“ (Freitagausgabe) inzwischen in einer Rehabilitationsklinik von den Folgen des Angriffs. Im Krankenhaus hatten ihn auch die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (beide CDU) besucht.

ddp