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Panorama Händler liefert lebende Fische auf Eis
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17:42 02.03.2017
Über 100 Tiere sind noch am Leben als die Polizei sie findet. Quelle: dpa
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Göttingen

Einen ungewöhnlichen Fall von Tierquälerei hat die Göttinger Autobahnpolizei aufgedeckt. Die Beamten fanden im Lieferfahrzeug einer Fischgroßhandlung aus Nordrhein-Westfalen mehr als 100 noch lebende Fische, die auf Eis liegend in Kisten verpackt waren. Die Tiere seien vor dem Transport nicht ordnungsgemäß getötet worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Eine Notärztin habe 113 verletzte Karauschen und Störe notschlachten müssen. Gegen den 52 Jahre alten Fahrer des Transporters wird wegen Tierquälerei ermittelt. Erschwerend komme hinzu, dass sich ein Großteil der übrigen Fischwaren in dem Transporter in einem hygienisch nicht einwandfreiem Zustand befand. Der Landkreis Göttingen habe deshalb die Auslieferung gestoppt und rund 150 Kilogramm Fisch entsorgen lassen. Der Fisch war für kleinere Geschäfte in Südniedersachen bestimmt. Als Folge der Polizeiaktion am Mittwoch wurde am Donnerstag die Fischgroßhandlung im Rheinisch-Bergischen Kreis von den Behörden geschlossen. Das Unternehmen sei von der Veterinärbehörde kontrolliert worden, sagte ein Verwaltungssprecher. Dabei wurden weitere Hygienemängel entdeckt.

lni

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