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Panorama Güterzüge zerquetschen Linienbus in Düsseldorf
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19:03 20.12.2012
Ein Bus bleibt auf einem Bahnübergang liegen - und wird von zwei beinahe gleichzeitig eintreffenden Zügen zerquetscht. Quelle: dpa
Düsseldorf

Ein schwerer Unfall auf einem Bahnübergang hat in Düsseldorf ein Bild der Verwüstung hinterlassen. Ein Linienbus blieb dort liegen - Minuten später erfassten zwei fast zeitgleich nahende Güterzüge den Bus und zermalmten ihn. Der Busfahrer konnte sich und drei Fahrgäste retten. Der Chauffeur erlitt ebenso wie die beiden Lokführer einen Schock. Ansonsten wurde bei dem Unglück am Mittwochabend niemand verletzt.

Eine der Lokomotiven rutschte bei dem Unfall um 20.20 Uhr eine Böschung hinab und landete in einer Kleingartensiedlung. Ein unbewohntes Gartenhaus wurde zerstört.

Der Gelenkbus war beim Überqueren des Bahnübergangs wegen eines technischen Defekts auf den Schienen stehengeblieben und nicht mehr angesprungen, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin habe der Fahrer sich und die drei Fahrgäste in Sicherheit gebracht. „Der Busfahrer hat richtig reagiert“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in der Nacht zum Donnerstag. Nach Angaben der örtlichen Feuerwehr wurde der 51-jährige Düsseldorfer mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht.

Minuten nachdem sich die Insassen in Sicherheit gebracht hatten, kam es zum Crash: Der erste Güterzug habe den Bus gerammt und auf ein anderes Gleis geschoben. Dort sei ein entgegenkommender Güterzug in den Bus gefahren. Dabei sei dieser zwischen die beiden Züge geraten und in mehrere Teile gerissen worden.

Keine Menschen unter den Trümmern

Ein Zug war auf der reinen Güterzugstrecke mit zwei Loks unterwegs. Insgesamt entgleisten alle drei Lokomotiven und vier Waggons. Über mehrere hundert Meter verteilt lagen Scherben und Trümmerteile. Von dem zerstörten Gartenhaus blieb kaum etwas stehen. Mit einer Wärmebildkamera stellte die Feuerwehr fest, dass sich keine Menschen unter den Trümmern befanden.

Mindestens einer der Güterzüge hatte nach Angaben der Bundespolizei Gefahrgut geladen. Dabei habe es sich um Butangas, Propangas und andere gefährliche Stoffe gehandelt, sagte ein Sprecher. „Dadurch, dass die Waggons ganz geblieben sind, bestand aber keine Explosionsgefahr“, teilte ein Sprecher der Düsseldorfer Feuerwehr am Morgen mit.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr, Bundespolizei und des technischen Hilfswerks war auch noch Stunden nach dem Unfall mit den Bergungsarbeiten beschäftigt. Die Züge müssten wieder eingegleist und die Oberleitungen instand gesetzt werden, sagte der Feuerwehrsprecher. Ersten Schätzungen zufolge werden sich die Aufräumarbeiten noch bis zum Wochenende hinziehen.

dpa

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