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Panorama Großvater soll Enkel erschossen haben
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15:47 05.07.2017
Familiendrama in Bayern: In diesem Haus fand eine Frau ihren schwer verletzten Sohn. Quelle: dpa
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Vogtareuth

Im oberbayrischen Vogtareuth ist ein achtjähriger Junge erschossen worden. Und ausgerechnet sein Großvater soll der Täter sein. Die Mutter des Kindes hatte am Mittwochmorgen die Polizei alarmiert: Ihr Sohn habe eine Schussverletzung erlitten. Beim Eintreffen der Rettungskräfte lebte der Achtjährige noch. Er kam in ein Krankenhaus, wo er jedoch starb.

Der 79-jährige Großvater wurde lebensgefährlich verletzt in einem nahe gelegenen Waldstück gefunden. Er kam in ein Krankenhaus. Angaben eines Polizeisprechers zufolge ist bis auf weiteres nicht vernehmungsfähig. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln aber gegen den Mann.

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Polizeibeamte suchten den Tatort nach Spuren ab. Quelle: dpa

Der Polizeisprecher machte zunächst keine Angaben dazu, wo der Junge getroffen worden war und mit was für einer Waffe geschossen wurde. Laut Medienberichten soll es sich um eine Pistole gehandelt haben. Keine Informationen gab es auch zur möglichen Herkunft der Waffe.

Der tatverdächtige Großvater habe sich nach seiner mutmaßlichen Tat vom Ort des Geschehens entfernt, sagte der Sprecher. Das Waldstück sei fußläufig in ein paar Minuten erreichbar. Dort fanden die Einsatzkräfte den 79-Jährigen. Ob der Mann sich umbringen wollte, blieb zunächst offen.

Familiendrama löst Fassungslosigkeit im Ort aus

Die Einsatzkräfte sperrten das Haus, in dem der Junge niedergeschossen wurde, weiträumig mit rot-weißem Flatterband ab. Die Spurensicherung war an beiden Tatorten – im weißen Wohnhaus mit breiten Giebeln und hölzernen Fensterläden sowie in dem Waldstück – und sammelte potenzielles Beweismaterial. „Damit wir die Tat möglicherweise rekonstruieren können“, erklärte der Sprecher.

Polizisten befragten Angehörige und Nachbarn im Ortsteil Zaisering. „Das wird heute und morgen sicherlich noch andauern“, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums. Wann mit weiteren Erkenntnissen zu rechnen sei, war am Nachmittag noch völlig unklar.

In der kleinen Gemeinde nahe dem Chiemsee leben etwas mehr als 3000 Menschen. Nach Auskunft einiger Einwohner, die nicht namentlich genannt werden wollten, herrschten nach den Meldungen über das mögliche Familiendrama Schock, Entsetzen und Fassungslosigkeit. Seelsorger der Kirche seien im Einsatz, hieß es.

Von RND/dpa

Der Artikel "Großvater soll Enkel erschossen haben " stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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