Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Großrazzia in Berliner Shisha-Bars - zwei Lokale werden geschlossen
Mehr Welt Panorama Großrazzia in Berliner Shisha-Bars - zwei Lokale werden geschlossen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:06 06.04.2019
Polizisten gehen in eine Shisha-Bar in Neukölln. (Archiv) Quelle: TeleNewsNetwork/dpa
Berlin

Rund 150 Polizisten samt Mitarbeitern von Zoll und Bezirksamt haben am Freitagabend Shisha-Bars in Berlin-Reinickendorf, Wedding und Charlottenburg kontrolliert. Sie gelten zum Teil auch als Rockertreffpunkt, teilte die Polizei am Samstag mit.

Bei der knapp vierstündigen Großkontrolle bis zum frühen Samstagmorgen wurden in den fünf kontrollierten Bars zahlreiche Verstöße festgestellt und rund 17 Kilogramm unversteuerter Tabak sichergestellt .

Zwei Lokale wurden geschlossen: In einer Bar am Tegeler Weg wurden zu hohe Kohlenmonoxid-Werte festgestellt, in einem Lokal in der Aroser Allee gab es „diverse Gewerbeverstöße“ und es habe ein Verantwortlicher gefehlt. „Jedes Lokal braucht einen offizielle Ansprechpartner für uns, beispielsweise bei Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz“, erklärte eine Polizeisprechern. In dem Lokal gab es demnach Unklarheiten, wer diese Funktion übernimmt.

Steuerhinterziehung und andere Verstöße

Die Kontrolleure stellten in den Bars Steuerhinterziehung sowie Verstöße gegen die Brandschutzverordnung, gegen das Lebensmittelgesetz, das Gaststättengesetz, die Gewerbeordnung, die Spielverordnung und das Schwarzarbeitsgesetz fest. Es wurden im Umfeld der Shisha-Lokale 61 Menschen sowie verschiedene Autos kontrolliert.

Shisha-Bars werden in Berlin regelmäßig kontrolliert. Ziel sei es, „unmissverständlich Präsenz zu zeigen“ und „Einblicke in die Szene“ zu bekommen, sagte ein Polizeisprecher. „Dieses Zeichen wird nach unseren Erfahrungen verstanden“.

Bereits am Donnerstagabend hatten Polizei und Bezirksamt mehrere Lokale und Autofahrer in Neukölln überprüft. Organisierte Kriminalität stand genauso im Fokus wie illegaler Waffen- oder Drogenbesitz. Der Bezirk verfolge damit weiter seine Null-Toleranz-Strategie, hieß es.

Weiterlesen:

Clan-Mitglieder provozieren Autounfälle, um Versicherungsgelder zu kassieren

Von RND/dpa