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Panorama Glätte behindert Verkehr im Westen
Mehr Welt Panorama Glätte behindert Verkehr im Westen
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14:56 19.12.2009
Schnee- und Eisglätte haben in Teilen Deutschlands zu Verkehrsunfällen und Verkehrsbehinderungen geführt. Quelle: ddp
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Schnee und Eis haben auch zu Beginn des Wochenendes zu zahlreichen Autounfällen geführt. Betroffen war der Westen Deutschlands, im Osten kamen die Autofahrer ohne größere Probleme durch. In Schleswig-Holstein wurden zwei Menschen getötet. In Nordrhein-Westfalen zählte die Polizei seit Beginn der Schneefälle am späten Freitagnachmittag mehr als 1000 Verkehrsunfälle. Wegen der niedrigen Temperaturen kam es zudem in einem Kraftwerk des Chemieunternehmens BASF in Ludwigshafen zu einer Betriebsstörung.

Eine 24-jährige Autofahrerin starb nach Polizeiangaben bei einer Kollision auf der Südumgehung von Neumünster. Die junge Frau war auf schneeglatter Straße in einer Kurve ins Rutschen gekommen und in den Gegenverkehr geraten. Ebenfalls auf die falsche Seite der Straße geraten war eine 52-Jährige in der Nähe von Eutin. Ihr Auto prallte in ein anderes Auto, die Frau erlitt tödliche Verletzungen.

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Bei den Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen wurden 20 Menschen schwer, 85 leicht verletzt. Der geschätzte Schaden lag bei etwa 2,5 Millionen Euro. Vor allem im Sauer- und Siegerland ereigneten sich zahlreiche Unfälle. Am Sonnabendvormittag hatte sich die Lage weitgehend normalisiert.

In Bayern zählte die Polizei in der Nacht zum Sonnabend weit mehr als 100 Unfälle auf schneebedeckten und eisglatten Straßen. Mehrere Insassen wurden leicht verletzt. Wie eine Polizeisprecherin in Nürnberg sagte, kam es allein in Mittelfranken und dort vor allem auf der Autobahn 3 zu rund 110 Unfällen.

In der Stadt und im Kreis Karlsruhe gab es in der Nacht zum Sonnabend mehr als 40 Unfälle. Besonders betroffen war die Autobahn A 5 zwischen den Anschlussstellen Karlsruhe-Süd und Rastatt.

Auch im Stadtgebiet von Freiburg meldete die Polizei zahlreiche witterungsbedingte Unfälle mit erheblichem Sachschaden. Ein Zwölfjähriger rutschte beim Spielen vom Gehweg auf die Straße und wurde von einem Auto erfasst. Der Junge wurde leicht verletzt. In Niedersachsen blieb es bei mehreren Unfällen mit Blechschäden und wenigen leicht verletzten Verkehrsteilnehmern.

Als Unfallursachen gaben die Polizeidienststellen in den betroffenen Ländern überhöhte Geschwindigkeit an. Einige der Unfallwagen hatten zudem noch Sommerreifen montiert.

Im Kraftwerk Nord von BASF war am Sonnabendmorgen die Steuerung eines Sicherheitsventils eingefroren, wie eine Unternehmenssprecherin in Ludwigshafen sagte. Dadurch wurde in der Anlage ein zu hoher Betriebsdruck simuliert und das Sicherheitsventil geöffnet. Daraufhin konnte der Wasserdampf mit Hochdruck austreten. Das Problem wurde inzwischen behoben.

Mit den bitterkalten Temperaturen ist es dank „Vincent“ bald vorbei. Die Ausläufer des Tiefdruckwirbels mit Kern bei den Shetland-Inseln greifen ab Sonntag von Nordwesten her auf die Bundesrepublik über und führen deutlich wärmere Luft heran, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Das unbeständige Wetter setzt sich in der zweiten Wochenhälfte fort.

ddp