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Panorama Auf der falschen Spur
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15:32 02.10.2013
Foto:  In Bayern werden neuartige Warnschilder gegen Geisterfahrer seit Ende 2010 getestet.
 In Bayern werden neuartige Warnschilder gegen Geisterfahrer seit Ende 2010 getestet. Quelle: dpa
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Hannover

Nach dem tödlichen Unfall eines Geisterfahrers auf der A7 wartet Niedersachsen auf die Ergebnisse eines Pilotversuchs mit Falschfahrer-Warntafeln aus Bayern. Bevor Niedersachsen eventuell auch solche Schilder aufstelle, würden zunächst die Erfahrungen aus Bayern abgewartet, sagte der Sprecher des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums, Christian Budde, am Mittwoch in Hannover. Die neuartigen Warnschilder gegen Geisterfahrer in Bayern werden dort seit Ende 2010 getestet.

Ein Falschfahrer hatte am Dienstagfrüh im Landkreis Harburg einen entgegenkommenden Autofahrer mit in den Tod gerissen, auch er selbst starb. Die Polizei geht davon aus, dass der 47-Jährige aus Bispingen sich umbringen wollte.

Der Ministeriumssprecher in Hannover kündigte an, es werde voraussichtlich noch in diesem Jahr eine sogenannte Sonderverkehrsschau zu Falschfahrern auf Autobahnen in Niedersachsen geben. Dabei überprüfen Vertreter von Polizei und Sicherheitsbehörden bei einer Besichtigung der Straßen, wo Gefahrenpunkte sind und wie diese beseitigt werden können.

Grundsätzlich sei es aber fragwürdig, ob Geisterfahrer auf Autobahnen durch neue Schilder verhindert werden könnten, betonte der Ministeriumssprecher. „Ein Teil der Leute ist in suizidaler Absicht unterwegs, ein anderer Teil betrachtet das als Mutprobe. Da kann man auch mit Schildern nichts ausrichten“, sagte Budde. Unfälle mit Geisterfahrern seien zwar oft spektakulär und fänden in der Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit. Der Großteil der tödlichen Verkehrsunfälle passiere aber an anderer Stelle, etwa auf Landstraßen, wenn Autofahrer gegen Bäume rasten.

In Niedersachsen gab es in diesem Jahr bereits eine ganze Reihe von Unfällen mit Falschfahrern. So war im April ein 82 Jahre alter Rentner acht Kilometer als Geisterfahrer auf der A7 unterwegs, er rettete sich unverletzt. Tödlich endete dagegen am Neujahrstag das Wendemanöver eines betrunkenen Lastwagenfahrers auf der Autobahn A1 bei Bremen.

lni

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