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Panorama Geflügelschlachthof-Gegner besetzen Acker im Kreis Peine
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14:19 16.08.2010
Zwei Polizisten tragen auf einem Stoppelacker bei Alvesse (Landkreis Peine) einen Gegner der dort geplanten Hähnchen-Mastanlage vom Feld.
Zwei Polizisten tragen auf einem Stoppelacker bei Alvesse (Landkreis Peine) einen Gegner der dort geplanten Hähnchen-Mastanlage vom Feld. Quelle: dpa
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Gegner des geplanten Geflügelschlachthofs in Wietze haben am Montag im Kreis Peine für etwa sechs Stunden einen Stoppelacker besetzt. Auf dem Feld bei Alvesse soll eine Hähnchen-Mastanlage gebaut werden, die an den umstrittenen Schlachthof in Wietze bei Celle liefern soll. 12 Personen hatten sich laut Polizei an der Aktion beteiligt. Etwa die Hälfte der jungen Leute habe das Feld freiwillig geräumt, die andere Hälfte musste von den Beamten weggetragen werden.

Ein junger Mann musste noch länger ausharren, er hatte seinen Arm in einem Betonfass angekettet. „Spezialisten der Polizei müssen ihn befreien“, sagte Polizeisprecher Stefan Rinke am Mittag. Der Landkreis hatte den Besetzern eine Frist bis 12.00 Uhr gesetzt. Nach der Feststellung der Personalien sollten die jungen Leute des Platzes verwiesen werden. In Vechelde, zu dem Alvesse gehört, hatte es am Montag eine Anhörung zum Bau der Mastanlage gegeben.

Die Unternehmensgruppe Rothkötter will in Wietze den Schlachthof bauen und nach eigenen Angaben 60 Millionen Euro in den ersten Bauabschnitt investieren. Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg hatte die Schlachtung von knapp 2,6 Millionen Hähnchen wöchentlich genehmigt. Hähnchenmastbetriebe im Umkreis von rund 150 Kilometern sollen die Tiere für den Schlachthof liefern. Gegen den Bau des Schlachthofes hatte es in den vergangenen Monaten immer wieder Proteste gegeben. Zahlreiche Bürgerinitiativen haben sich formiert.

dpa