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Panorama Gefangene stirbt nach Hitzequal in Außenkäfig
Mehr Welt Panorama Gefangene stirbt nach Hitzequal in Außenkäfig
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10:20 18.06.2009

Das sagten Vertreter von Häftlingsorganisationen am Mittwoch. Die Prostituierte sei einen Tag nach der rund vierstündigen Qual im Krankenhaus gestorben. Der Vorfall ereignete sich Mitte Mai. Die bundesstaatliche Gefängnisaufsicht ermittelt. Gefängnisbehördenleiter Charles Ryan sprach von einer „Tragödie“.

Vertreter der Häftlingsorganisationen bezeichneten die Praxis in den zehn staatlichen Gefängnissen Arizonas als „mittelalterlich und barbarisch“. Seit dem Vorfall wurden alle insgesamt 233 solcher Käfigzellen in den Gefängnissen geschlossen. Die Zellen gibt es seit den 60er Jahren, wie ein Sprecher der Gefängnisbehörde sagte. Sie würden nur für Kurzaufenthalte genutzt, wenn Häftlinge in andere Anstalten überstellt werden sollten. Im Sommer klettern die Temperaturen in Arizona auf bis zu 49 Grad Celsius.

Ryan gestand ein Versagen des Strafvollzugs ein. „Es liegt in unserer Verantwortung, für das Wohl und die Bewachung der Häftlinge zu sorgen“, sagte Ryan. Ziel der Ermittlungen sei, mögliche Verstöße oder Unterlassungen ans Tageslicht zu bringen. Donna Leone Hamm, von der Häftlingsorganisation Middle Ground Prison Reform, sagte, der Vorfall sei „verrückt“ und „mittelalterlich“. In Arizona dürfe man keinen Hund draußen der Hitze schutzlos und ohne Wasser aussetzen. Dass die Gefängnisbehörde so eine Praxis bislang als routinemäßig angewandt habe, zeige, wie weit es mit den Menschenrechten her sei.

afp

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