Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Gefängnisstrafe nach Todesfahrt
Mehr Welt Panorama Gefängnisstrafe nach Todesfahrt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:19 03.12.2009
Anzeige

Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten verurteilte den Mann am Donnerstag wegen fahrlässiger Tötung. Eine 27-jährige Frau aus Celle starb, als der betrunkene Abrissunternehmer auf der Flucht vor der Polizei auf einer Autobahnausfahrt im Norden Berlins eine Massenkarambolage verursachte. Zudem wurden sechs Autoinsassen verletzt, zum Teil schwer.

Das Gericht verurteilte den Familienvater auch wegen fahrlässiger Körperverletzung und Gefährdung des Straßenverkehrs. Frühestens in drei Jahren darf der Mann wieder ein Fahrzeug steuern.

Der Unternehmer gestand die Tat und zeigte sich tief betroffen über das Leid, das er vor allem den Eltern der jungen Frau zugefügt habe. Wegen seiner Trunkenheit war der Mann nach eigenen Angaben am Nachmittag des 28. Februar aus Angst vor dem Verlust des Führerscheins vor der Polizei geflohen. Er war völlig übermüdet und hatte große Mengen Wodka getrunken, wollte aber nach einem Streit mit seiner Frau vorzeitig zurück nach Hamburg fahren.

Ein Polizist sprach von einem riesengroßen Chaos auf der Abfahrt am Waidmannsluster Damm. Die Karambolage habe ein Trümmerfeld hinterlassen. Fahrer und Beifahrer der verwickelten Autos erlitten Schocks, Traumata, Verstauchungen von Wirbeln, Schnittwunden und Prellungen. Eine 29 Jahre alte Soldatin aus Celle, deren Freundin durch den Unfall ums Leben kam, leidet bis heute unter Depressionen. Die Zeugin erinnerte sich nur, dass es plötzlich knallte. Sie habe das andere Auto weder gesehen noch gehört.

lni