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Panorama Gefängnisausbrecher weiter auf der Flucht
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09:14 01.12.2009
Polizisten fahnden nach dem entflohenen Schwerverbrecher Peter Paul Michalski.
Polizisten fahnden nach dem entflohenen Schwerverbrecher Peter Paul Michalski. Quelle: ddp
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Die Polizei fahndet weiter mit einem Großaufgebot nach dem flüchtigen Gefängnisausbrecher Peter Paul Michalski. Nach dem 46-jährigen Schwerverbrecher, der bewaffnet und seit Donnerstagabend auf der Flucht ist, wird nach Polizeiangaben nicht nur im Raum Ostwestfalen, sondern bundesweit gesucht. Da Michalski aus Herford bei Bielefeld stammt und in der Umgebung Freunde und Verwandte hat, hatte sich die Fahndung der Polizei nach dem Mann zunächst auf den Raum Bielefeld konzentriert. Der Raum Ostwestfalen sollte nach Angaben der Kölner Polizei, die die Ermittlungen leitet, auch am Dienstag ein Fahndungsschwerpunkt sein.

Am Montagabend hatten sich zwei Zeugen, die Michalski im Gütersloher Stadtteil Niehorst mit einer Waffe gesehen haben wollen, unabhängig voneinander bei der Polizei gemeldet. Die daraufhin gestartete Suchaktion nach dem wegen Mordes verurteilten Ausbrecher verlief aber erfolglos.

Die Polizei schließt nicht aus, dass Michalski möglicherweise mehrere Nächte nicht geschlafen hat. Daher könne er besonders aggressiv sein. Ein Polizeisprecher appellierte erneut an den 46-Jährigen, sich zu stellen. Zugleich bittet die Polizei die Bevölkerung um Hinweise auf den Verbleib Michalskis, der mittelgroß und hager ist und eine Halbglatze hat. Niemand solle sich scheuen, bei einem Verdachtsfall die Notrufnummer 110 zu wählen.

Zugleich warnte der Polizeisprecher vor eigenmächtigem Handeln, da der zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilte Michalski gewaltbereit sei und von seiner Waffe Gebrauch machen könnte. Auch die Apotheken wurden um Mithilfe gebeten, da der 46-Jährige auf verschreibungspflichtige Medikamente angewiesen ist.

Nach ZDF-Angaben hat sich der am Sonntag gefasste zweite Gefängnisausbrecher, Michael Heckhoff, den Behörden als Vermittler angeboten. Dies habe der Anwalt des 50-Jährigen dem Sender bestätigt. Danach könnte Heckhoff beispielsweise helfen, die Lage zu deeskalieren, wenn Michalski sich vor einer drohenden Verhaftung mit Geiseln verschanzt haben könnte.

Mittlerweile werden immer mehr Details der Flucht bekannt. Wie Heckhoff der „Bild“-Zeitung (Dienstagausgabe) ausführlich schilderte, haben beide Männer eine Pistole von einem Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Aachen gekauft, mit der sie einen Wärter und einen Pförtner bedroht hatten. Bislang hieß es, beide Täter hätten ein Messer als Waffe benutzt. Den Schlüssel, mit dem sie mehrere verschlossene Türen öffneten, hatten sie sich laut Heckhoff in der Gefängnis-Schlosserei angefertigt. Das Muster dafür habe ihnen ein Wärter gegeben.

Dem Bericht zufolge hat Heckhoff nach Angaben seines Anwalts Michalski gebeten, sich der Polizei zu stellen, „bevor Schlimmeres passiert“.

Die Kölner Polizei sagte zu dem „Bild“-Zeitungsbericht: „Wir müssen davon ausgehen, dass in dem Artikel Informationen verarbeitet sind, die unbefugt an die ’Bild’-Zeitung gelangten.“ Die Polizei leitete ein entsprechendes Ermittlungsverfahren ein.

ddp

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