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Panorama Gefährliche Löscharbeiten in Russland
Mehr Welt Panorama Gefährliche Löscharbeiten in Russland
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11:36 07.08.2010
Der giftige Qualm rund um Moskau wird immer dichter. Quelle: dpa
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Die gewaltigen Waldbrände in Russland stellen die Rettungskräfte vor immer gefährlichere Aufgaben. Munitionsdepots in der Nähe von Moskau wurden von den Flammen bedroht. Soldaten brachten Raketen und Artillerie in Sicherheit, wie die Agentur Interfax meldete. Am Freitagabend wurde der giftige Qualm von den Torfbränden rund um Moskau in der Millionenmetropole immer dichter. Ärzte warnen vor schweren gesundheitlichen Problemen.

Auf dem Gelände des atomaren Forschungszentrums in Sarow etwa 400 Kilometer östlich von Moskau kämpften die Helfer weiter gegen Brände. Atomwaffen und zivile Nuklearanlagen sind nach Regierungsangaben nicht in Gefahr. Die Zahl der Feuertoten stieg am Freitag nach offiziellen Angaben auf 52. Hilfsorganisationen gehen von weit mehr Opfern aus.

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Wegen des giftigen Qualms von den Wald- und Torfbränden rät das Auswärtige Amt in Berlin vor nicht notwendigen Reisen in die Waldbrandregionen Russlands ab. Unterdessen will die polnische Regierung nach eigenen Angaben an diesem Sonnabend 160 Rettungskräfte nach Russland schicken. Auf ein Hilfsangebot der Bundesregierung hat Moskau bislang nicht reagiert.

Das Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter befürchtet, dass die Brände radioaktiv verseuchten Boden im Gebiet von Brjansk im Südwesten Russlands aufwirbeln könnten. Die Region ist seit der Atomkatastrophe im nahe gelegenen Tschernobyl (Ukraine) 1986 stark radioaktiv belastet. In Deutschland sei aber nicht mit radiologischen Auswirkungen zu rechnen, teilte das BfS der Nachrichtenagentur dpa mit. Ein Ende der Dürre und sengend heißen Temperaturen bis 40 Grad war weiter nicht in Sicht.

dpa