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Panorama Kit Harington: „Ich vermisse mein altes Ich“
Mehr Welt Panorama Kit Harington: „Ich vermisse mein altes Ich“
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21:00 08.04.2019
Kit Harington als Jon Schnee an der Seite von Emilia Clarke, die in „Game of Thrones“ Daenerys Targaryen spielt. Quelle: Sky/dpa
Hannover

Die Rolle des Jon Schnee in „Game of Thrones“ hat Christopher „Kit“ Catesby Haringtons Leben verändert. Nicht nur, dass der 32-Jährige als Schauspieler international bekannt wurde – 2018 heiratete er seine ehemalige Serienkollegin Rose Leslie. Am Montag wird in Deutschland die achte und letzte Staffel zu sehen sein.

Wie fühlt sich das an, morgens aufzuwachen und zu wissen, dass „Game of Thrones“ aus ist?

Wie immer. Wir alle sehen uns ja noch ständig bei den Premieren und anderen PR-Events. Daher wird sich das endgültige ,Auf Wiedersehen‘ noch etwas hinauszögern. Ich habe allerdings schon einen Plan dafür.

Und der ist?

Vor der Ausstrahlung der letzten Folge habe ich mir vorgenommen, alle Folgen durchgehend noch einmal anzuschauen. Um Abstand zu bekommen. Und dann das Finale einfach nur zu genießen. Als Schlusspunkt meiner Reise.

Wie war der letzte Tag am Set für Sie?

Schrecklich traurig. Die Crew war ja so lange wie eine Familie für mich. Auf der anderen Seite bin ich so unendlich stolz, was wir vollbracht haben. Und dass wir jetzt unsere Arbeit einfach nur genießen dürfen. Dennoch, allein die drei Worte ,Game of Thrones‘ auf einem Poster zu sehen, bringt sofort all diese Erinnerungen hoch und lässt mich sehr emotional werden.

Wieso löst es solch starke Gefühle bei Ihnen aus?

Weil ich realisiere, wie sehr ich mich als Mensch verändert habe, seitdem ich vor acht Jahren das erste Mal auf den ,GoT‘ -Set gekommen bin. Ich denke an den Kit von damals zurück und wie anders er heute ist. Wie neu alles für mich damals war. Erkannt und fotografiert zu werden, zu einer Awardshow zu gehen – es war lange für mich, wie in einem Traum zu sein. Heute ist es dagegen irgendwie Routine und ich vermisse ehrlicherweise mein altes Ich, das alles aufregend fand.

Wie schwer ist es Ihnen gefallen, mit Ihrem wachsenden Ruhm zurechtzukommen?

Plötzlich berühmt zu sein ist eine merkwürdige Situation. Natürlich macht man ab und zu Fehler, wie man damit umgeht. Es gab Zeiten, da habe ich mich wie ein egoistischer Arsch aufgeführt. Das Gute ist, dass ich Leute um mich herum hatte, die mich dann immer wieder auf den Teppich geholt haben. Ich würde deshalb auch nichts wirklich anders machen, weil ich aus allen Fehlern gelernt habe. Sie gehörten zu den Stationen meiner Reise, die mich zu dem Mann haben werden lassen, der ich heute bin.

Als Jon Schnee sind Sie zum Frauenschwarm aufgestiegen. Was war die verrückteste Begegnung mit einem weiblichen Fan?

Es gab einige verrückte, aber eine Frau hat den Vogel abgeschossen. Als ich in London in dem Theaterstück ,True West‘ aufgetreten bin, da ist sie jeden Abend da gewesen. 40-mal in Folge. Sie saß immer in der ersten Reihe und ist sich ständig theatralisch durch die Haare gefahren. Das war echt ablenkend. Dann hat sie mir jedes Mal nach der Show eine teure Flasche Wein zukommen lassen.

Es gibt schlimmere Sachen.

Ja. Sie muss wohl viel Geld mit ihrem Weinladen gemacht haben.

Mal ehrlich, haben Sie ein Souvenir vom Set mitgehen lassen?

Die haben wie die Luchse aufgepasst, dass man keine Requisiten mitgehen lässt. Weil die unheimlich viel wert sind und ins Museum sollen. Ich war überzeugt, dass ich mein Kostüm und das Schwert behalten darf. Von wegen! Sie haben mir das nach der letzten Klappe weggenommen. Nur die Handschuhe habe ich behalten. Die konnten sie mir nicht von den Händen ziehen. Und ich werde mir ein Duplikat von dem Schwert anfertigen lassen. Es bekommt einen Ehrenplatz zu Hause über meinem Kamin.

Was ist eigentlich mit dem Jon-Schnee-Haar passiert, das Sie sich haben abschneiden lassen?

Der Friseur hat mir geraten, es zu behalten. Aber ich fand das einfach zu komisch. Was soll ich damit machen? Es auf Ebay verkaufen? Auf keinen Fall!

Ist Ihre Frau froh, nicht mehr mit ansehen zu müssen, wie Sie Emilia Clarke küssen?

Das bringt der Schauspiel-Job eben mit sich. Außerdem sind wir alle drei eng befreundet. Aber ich gebe zu, dass es schon extrem komisch ist, wenn dein Partner da auf dem Bildschirm mit jemand anderem rummacht. Ich erinnere mich, wie Rose den Film ,Flitterwochen‘ gemacht hat. Darin küsst sie ständig einen Freund von mir, der ihren Ehemann spielt. Ich saß in der Premiere zwischen den beiden und musste nach fünf Minuten die Augen zu machen, weil ich es schrecklich fand.

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Von Dierk Sinderman/RND

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