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Panorama Für Ford war sie ein „Prachtmädchen“
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21:09 27.12.2016
Als 21-Jährige war Carrie Fisher als die Filmfigur mit der Schneckenfrisur berühmt geworden und über Nacht zur Stilikone avanciert. Quelle: dpa
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Hannover

Da hatte sie schon das Buch mit dem schönen Titel „Prinzessin Leia schlägt zurück. Mein verrücktes Leben zwischen Kokain, Elektroschocktherapie und einem schwulen Ehemann“ geschrieben und in ihrer Autobiografie „The Princess Diarist“ verraten, was so hinter den Kulissen bei den Dreharbeien zu den Mega-Blockbustern passiert war. Es war allerhand.

Von ihrer Rolle als Leia kam die Schauspielerin Carrie Fisher nie los, und warum sollte sie auch? Als 21-Jährige war sie als die Filmfigur mit der Schneckenfrisur berühmt geworden und über Nacht zur Stilikone avanciert. Unerschrocken führte ihre Prinzessin im Kino-Krieg die Rebellion gegen das Imperium an. Weltraum-Schmuggler Han Solo alias Harrison Ford beschrieb die Prinzessin einmal so: „Ein Prachtmädchen. Entweder bringe ich sie um oder ich verliebe mich noch in sie!“ Er entschied sich dann fürs Verlieben.

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Für die ganze Welt war sie die Prinzessin Leia

Fisher war auch noch in einigen anderen Filmen zu sehen. Ihr Leinwand-Debüt hatte sie bereits 1975, also zwei Jahre vor dem ersten „Krieg der Sterne“-Trip, an der Seite Warren Beattys in „Shampoo“ gegeben. Später tauchte sie in „Blues Brothers“ und „Harry und Sally“ in Nebenrollen auf. Vor zwei Jahren hatte sie einen Auftritt als sie selbst in David Cronenbergs „Maps to the Stars“, einem bitterbösen Abgesang auf Hollywood.

Aber das alles war eigentlich egal. Die Tochter der Hollywood-Schauspielerin Debbie Reynolds und des Sängers Eddie Fisher war und blieb für die ganze Welt die Prinzessin Leia. Bereitwillig berichtete Fisher auch von den Folgen des Ruhms: Sie hatte zwischenzeitlich schwer mit Drogen und psychischen Problemen zu kämpfen. Trotzdem war sie bereit, im vorigen Jahr für einen erneuten Auftritt zu leiden: Für „Das Erwachen der Macht“ musste sie 16 Kilo abnehmen. In „Rogue One: A Star Wars Story“ war sie jüngst in modernster Computertechnik noch einmal ganz kurz in alter Schönheit zu sehen.

Nun ist die 60-jährige Darstellerin in einem Krankenhaus in Los Angeles wenige Tage nach einem schweren Herzanfall gestorben. Fisher hatte am Freitag vor Heiligabend auf einem Flug von London nach Los Angeles kurz vor der Landung einen Herzstillstand erlitten.

Von RND/Stefan Stosch

Der Artikel "Für Ford war sie ein „Prachtmädchen“" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.