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Panorama Fünfjähriger Junge nach einwöchiger Geiselhaft in USA wohlauf
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07:39 05.02.2013
Die Polizei hat im Bundesstaat Alabama einen Fünfjährigen nach fast einwöchiger Geiselhaft aus einem unterirdischen Bunker befreit. Der Junge sei wohlauf, der 65-jährige Kidnapper tot. (Archiv) Quelle: rtr
Washington

Gewaltsames Ende des Geiseldramas in den USA: Die Polizei hat im Bundesstaat Alabama einen Fünfjährigen nach fast einwöchiger Geiselhaft aus einem unterirdischen Bunker befreit. Der Junge sei wohlauf, der 65-jährige Kidnapper tot, berichtete FBI-Agent Stephen Richardson am Montag. Einzelheiten der Befreiungsaktion wollte er zunächst nicht nennen.

Auch die Motive des Täters liegen weiter im Dunklen. Der Junge, der an Autismus leiden soll, war fast eine Woche lang durch ein Belüftungsrohr im Bunker mit Medikamenten, Spielzeug und Lebensmitteln versorgt worden.

Spezialeinheiten stürmten Bunker

Spezialeinheiten der Bundespolizei FBI hätten den Bunker gestürmt, nachdem die Verhandlungen mit dem Kidnapper ins Stocken geraten waren, sagte Richardson nach der Befreiung des Kindes in Midland City vor Journalisten. Zudem habe der Täter eine Waffe in der Hand gehalten, der Junge sei in „unmittelbarer Gefahr“ gewesen. Der FBI-Beamte sagte jedoch nicht, wie der Kidnapper ums Leben kam. Der Junge sei zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden. „Es geht ihm gut“, sagte Richardson.

Das Geiseldrama hatte am Dienstag vergangener Woche begonnen: Der 65-jährige Vietnamveteran Jimmy Lee Dykes überfiel nach Angaben der Polizei einen Schulbus, erschoss den Fahrer und brachte den Jungen in seine Gewalt.

Polizei versuchte Entführer zur Aufgabe zu überreden

Seitdem hatte die Polizei zunächst in Verhandlungen versucht, den Mann zur Aufgabe zu überreden. Während der gesamten Zeit hielten sich die Behörden mit Informationen extrem zurück. So wurde etwa nichts über den Inhalt der Verhandlungen und mögliche Forderungen berichtet. „Wir halten die Kommunikationsmöglichkeit 24 Stunden pro Tag offen; wann immer er reden möchte“, hieß es etwa am Sonntag. Danach hätten sich «die Verhandlungen verschlechtert», meinte Richardson am Montag.

Anwohner berichteten von Explosionen und Schüssen, die sie bei der Erstürmung des Bunkers durch die Sicherheitskräfte gehört hätten. Fragen hierzu wollte Richardson bei einer Pressekonferenz am späten Montagabend (Ortszeit) nicht beantworten.

Entführer hatte Bunker selbst angelegt

In dem Bunker gab es nach Angaben des zuständigen Sheriffs Wally Olson einen elektrischen Heizofen sowie Decken. Der Bunker habe der Mann selbst angelegt, berichteten Medien. Er liege gut einen Meter unter der Erde. Olson bezeichnete es als „Gnade Gottes“, dass der Junge unversehrt befreit werden konnte.

Medienberichten zufolge wurde bei dem Fünfjährige bereits früher das Asperger-Syndrom, eine Form des Autismus, festgestellt. Wie Nachbarn und Medien berichteten, handelt es sich bei dem Täter um einen Mann mit Hang zur Gewalt. Bei seinem Überfall auf den Schulbus habe er zunächst versucht, zwei Kinder in seine Gewalt zu bringen. Doch mehr als 20 Kinder hätten durch eine Nottür im hinteren Teil des Busses fliehen können.

dpa

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