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Panorama Fünf Experten sollen Niedersachsen vor Hacker-Angriffen schützen
Mehr Welt Panorama Fünf Experten sollen Niedersachsen vor Hacker-Angriffen schützen
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15:27 19.11.2012
 Das Land Niedersachsen will Hacker-Angriffe vorbeugen und fünf Computerexperten zur Sicherung der öffentlichen Verwaltungen einstellen. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Hannover

Mit einem eigenen Expertenteam will das Land Niedersachsen künftig die Computer von Land und Kommunen besser vor Hacker-Angriffen schützen. „Solche Angriffe haben in den vergangenen Jahren zugenommen und stellen eine große Gefahr für öffentliche Verwaltungen und die Wirtschaft dar“, sagte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) am Montag in Hannover.

Kernaufgabe des fünfköpfigen Teams sei der Schutz der Netzwerke. Im Falle eines Angriffs gehörten dazu die Erstellung eines analysierenden Lagebilds der Bedrohung ebenso wie Gegenmaßnahmen und die Unterstützung eines Krisenstabs.

„Bislang hat es glücklicherweise noch keine direkten Angriffe auf das Landes-Intranet gegeben“, betonte Schünemann. Jedoch habe es in anderen Bundesländern, wie beispielsweise in Nordrhein-Westfalen, oder bei der Bundesregierung bereits zahlreiche Angriffe gegeben. „Im schlimmsten Fall wird dadurch ein ganzes Netzwerk lahmgelegt.“

Zusätzliche Kosten entstünden für die Einrichtung eines solchen Expertenteams nicht. Die Jahreskosten von rund 500.000 Euro würden, wie die fünf Stellen, aus den Mitteln des Innenministeriums gestellt, sagte Schünemann. Die Erkenntnisse der Eingreiftruppe sollen auch der Wirtschaft zur Verfügung stehen.

Nach Angaben des Innenministeriums sind bundesweit bereits zahlreiche Teams von Computerexperten eingesetzt, darunter in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. In mindestens fünf Bundesländern seien zudem entsprechende Abteilungen im Aufbau, wobei die Kompetenzen und Berichtspflichten der Teams uneinheitlich seien. Auch die Bundesregierung hat ein „Computer Emergency Response Team“, kurz CERT, als zentrale Anlaufstelle für präventive und reaktive Maßnahmen eingerichtet.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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