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Panorama Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai gestorben
Mehr Welt Panorama Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai gestorben
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10:33 26.09.2011
Die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai ist gestorben. Quelle: dpa
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Nairobi

Bekannt wurde die spätere Biologin vor allem, als sie Ende der 1970er Jahre andere Frauen überzeugte, gegen die hemmungslose Abholzung der Wälder rund um die Hauptstadt Nairobi vorzugehen und neue Bäume anzupflanzen. Seit Maathai vor fast 35 Jahren die Grüngürtel-Bewegung (GBM) gründete, wurden mehr als 30 Millionen Bäume angepflanzt.

Für ihr Engagement wurde Maathai 2004 als erste Afrikanerin mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. „Diejenigen unter uns, die das komplexe Konzept des Umweltschutzes verstehen, müssen die Last auf sich nehmen, zu handeln. Wir dürfen nicht müde werden, wir dürfen nicht aufgeben, wir müssen beharrlich weitermachen“, sagte sie damals.

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Am 1. April 1940 in dem Ort Nyeri geboren, galt Maathai als Vorreiterin in ihrer Heimat: Sie war die erste Ostafrikanerin, die einen Doktortitel erwarb und die erste, die Leiterin einer Universitätsabteilung wurde. Sie setzte sich für die demokratischen und sozialen Rechte der Bevölkerung ein, gründete eine panafrikanische Frauenbewegung und kämpfte für die Meinungsfreiheit Oppositioneller. Rund ein Dutzend Mal wurde sie festgenommen.

Dennoch schaffte sie es, 2002 mit dem oppositionellen Wahlbündnis „National Rainbow Coalition“ (NARC) ins Parlament einzuziehen und wurde vom neu gewählten Staatspräsidenten Mwai Kibaki zur stellvertretenden Umweltministerin ernannt. Für ihre Arbeit erhielt Maathai, die unter anderem in Kansas und Pittsburgh (USA) studiert hatte, zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch den Alternativen Nobelpreis (1984) und den Orden der französischen Ehrenlegion (2006).

Die Stockholmer Stiftung Right Livelihood, die den Alternativen Nobelpreis vergibt, meinte zum Tod der Umweltschützerin: „Maathai hat die ganze Welt inspiriert - und auch ihre Mitpreisträger. Sie wird weiterleben in den Millionen Bäumen in Kenia, deren Pflanzung sie in Gang gesetzt hat.“

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.