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Panorama Friedensbewegung setzt Ostermärsche fort
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13:36 04.04.2010
Wie schon am Sonnabend in Stuttgart (Bild) fanden auch am Sonntag Ostermärsche gegen Atomwaffen und für den Truppenabzug aus Afghanistan statt.
Wie schon am Sonnabend in Stuttgart (Bild) fanden auch am Sonntag Ostermärsche gegen Atomwaffen und für den Truppenabzug aus Afghanistan statt. Quelle: dpa
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Der Ostermarsch Ruhr wurde in Essen fortgesetzt und sollte über Gelsenkirchen, Wattenscheid und Herne nach Bochum führen.

Im Zentrum der Aktionen steht in diesem Jahr die Forderung nach Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan, um einem zivilen Aufbau eine Chance zu geben. Die Organisatoren der Ostermärsche bedauerten ausdrücklich den Tod der drei Bundeswehrsoldaten, die bei Gefechten mit der Taliban am Freitag nahe Kundus ums Leben gekommen waren. Die Verantwortung dafür trage die zynische und uneinsichtige Politik der Bundesregierung.

Die Demonstranten fordern zudem die Abschaffung aller Atomwaffen, die Beendigung der Rüstungsexportpolitik und das Heraushalten militärischer Propaganda aus Schulen, Ausbildungsstätten und Arbeitsagenturen. Die Beteiligung an den Aktionen liegt nach Angaben von Sprecher Willi van Ooyen ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Dies zeige, dass es eine breitorganisierte Friedensbewegung gebe: „Wir haben eine Stimmung, die im Grundsatz sehr pazifistisch ist“, sagte van Ooyen.

In diesem Jahr feiern die Ostermärsche ihren 50. Geburtstag. Es sei eine nach wie vor „lebendige Bewegung mit langem Atem und angesichts des friedenspolitischen Versagens der Bundesregierung ein dringend notwendiges Korrektiv“, erklärte das Netzwerk Friedenskooperative.
ap