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Panorama Gericht verurteilt Frau zu neunjähriger Haftstrafe
Mehr Welt Panorama Gericht verurteilt Frau zu neunjähriger Haftstrafe
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17:12 15.12.2014
Weil sie die Geliebte ihres Ehemannes erstochen hat, ist eine Frau in Frankenthal zu einer neunjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Quelle: Symbolfoto
Frankenthal

Nach tödlichen Stichen auf ihre Nebenbuhlerin ist eine vierfache Mutter zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Frankenthal in Rheinland-Pfalz sprach sie am Montag des Totschlags schuldig. Unter Tränen beteuerte die geständige Frau, dass sie die Tat bedaure.

Nach den Worten des Vorsitzenden Richters hatte die 53-Jährige aus dem pfälzischen Haßloch auch nach dem Auszug ihres Mannes Ende 2013 die Hoffnung, dass die Ehe noch in Ordnung kommen könnte. Es bestehe kein Zweifel daran, dass sie bei einem Zusammentreffen mit der Freundin des Mannes am 17. Februar eine Aussprache gesucht habe. Als „Alternativplan“ habe sie aber auch in Betracht gezogen, die Nebenbuhlerin zu töten. So habe sie neben einem Jagdmesser auch Einweghandschuhe dabei gehabt.

Das Opfer habe möglicherweise Dinge gesagt, die die Angeklagte als diffamierend empfunden habe, sagte der Richter. Sie habe das Messer gehoben. Als die andere danach gegriffen habe, habe die Angreiferin elf Mal zugestochen. Dann habe sie die Tote entkleidet, um ein Sexualdelikt vorzutäuschen.

Das Gericht hielt es für denkbar, dass in dem Fall auch Mordmerkmale verwirklicht sein könnten. Man müsse aber nach dem Grundsatz „im Zweifel für die Angeklagte“ verfahren, erklärte der Richter. Wenn man sich an der Aussage der Angeklagten orientiere, liege keine Heimtücke vor, denn die Frauen hätten sich vor den Stichen noch einen Wortwechsel geliefert.

Der Staatsanwalt hatte elf Jahre Haft gefordert. Der Verteidiger der Frau verlangte eine geringere Strafe. Der Anwalt der Nebenklage, der den Bruder des Opfers vertrat, ging davon aus, dass die 53-Jährige die andere töten wollte. Er forderte vom Gericht den rechtlichen Hinweis, dass auch eine Verurteilung wegen Mordes in Betracht komme. Der Bruder des Opfers sagte, er glaube nicht, dass die Frau mit seiner Schwester sprechen wollte.

dpa

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