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Panorama Frau bei Jugendweihefeier durch Schuss getötet
Mehr Welt Panorama Frau bei Jugendweihefeier durch Schuss getötet
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17:51 16.05.2010
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Beim Betreten des Zeltes „gab er einen zielgerichteten Schuss ab“, danach stürzten zwei Menschen zu Boden, heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Neuruppin und des Polizeipräsidiums Potsdam vom Sonntag in Potsdam.

Gegen den Mann aus Sachsen-Anhalt wurde Haftbefehl wegen des Verdachts auf versuchten Mord in Verbindung mit Totschlag und Freiheitsberaubung erlassen. Nach 90-minütiger Flucht hatte er sich am Samstagabend in Sachsen-Anhalt der Polizei gestellt. Zum Stand der Vernehmung und den Hintergründen der Tat wurden keine Angaben gemacht. „Die Beweislage ist aber gut“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur dpa.

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Der Mann soll zur Familie gehören, wurde aber nach dpa- Informationen nicht zu der Feier eingeladen. Bei dem Opfer soll es sich um die Großmutter eines Geweihten handeln. Der Verletzte sei am Hals von der Kugel getroffen worden, die danach die Frau tötete. Nach dem Schuss habe der Schütze einen Gast der Feier gezwungen, den Fluchtwagen zu fahren. Der Fahrer sei dann bedroht worden, berichtete die Polizei. Der mutmaßliche Täter sei in Sachsen- Anhalt gemeldet, sagte ein Polizeisprecher, wollte unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen aber keine Angaben zum Wohnort machen.

Die 90-minütige Flucht führte nach Sachsen-Anhalt, von dort nach Niedersachsen und zurück nach Sachsen-Anhalt. Nach einem technischen Defekt blieb der Wagen in der Ortschaft Tannenkrug stehen. Der mutmaßliche Schütze flüchtete in ein Waldstück. Der Fahrer blieb unverletzt und wurde von der Polizei betreut, die den Wagen bereits ab Wittenberge verfolgt hatte. Der Gesuchte stellte sich gegen 18.30 am Samstag am Waldrand der Polizei.

An der Fahndung waren 300 Beamte aus Brandenburg, Sachsen- Anhalt und Niedersachsen beteiligt, berichtete das Präsidium Potsdam. Zudem wurde ein Hubschrauber eingesetzt. Die Polizei sucht im Waldgebiet bei Tannenkrug weiterhin nach der möglichen Tatwaffe.

dpa