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Panorama Französische Ermittler rätseln weiter über Air-France-Absturz
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13:39 17.06.2009
Die Ermittler rätseln weiter über den Auslöser für die Flugzeugkatastrophe. Quelle: afp

Die Untersuchungsbehörde BEA nähere sich „vielleicht ein wenig dem Ziel“, die Ursache des Unglücks herauszufinden, sagte Behördenleiter Paul-Louis Arslanian am Mittwoch in Le Bourget bei Paris. Die brasilianische Armee barg derweil eine weitere Leiche.

„Wir tun unser Bestes. Aber es ist sehr schwierig“, sagte der Leiter der Luftfahrtermittlungsbehörde. Die Suchmannschaften bemühten sich nach Kräften, im Meer die Flugschreiber der Air-France-Maschine und weitere Leichen zu finden. Aber es sei „praktisch sicher“, dass nicht das gesamte Flugzeugwrack geborgen werden könne. Über die Ergebnisse der gerichtsmedizinischen Untersuchung der geborgenen Leichen in Brasilien wisse er noch nicht, sagte Arslanian. Für die Autopsien sei Brasilien zuständig, die dortigen Fachleute hätten keine französischen BEA-Mediziner zu den Untersuchungen zugelassen.

Die Behörde erinnerte daran, dass es in den ersten Tagen nach dem Absturz des Airbus am Pfingstmontag „keine Spuren“ zur Unglücksursache gegeben habe. Radaraufzeichnungen gibt es nicht, zudem setzten die Piloten keinen Notruf ab. Deshalb könnten nur die Flugschreiber Aufschluss über die Ursache für die Katastrophe geben, sagte der BEA-Chef. Fachleute sind aber nicht sehr zuversichtlich, dass die Black Boxes in tausenden Metern Tiefe und mehr als tausend Kilometer von der Küste entfernt gefunden werden - zumal das Gebiet „nicht gut bekannt“ sei. Die Flugschreiber senden Experten zufolge „mindestens dreißig Tage“ lang ein Ortungssignal. Den Suchmannschaften bleiben demnach noch gut zehn Tage, um sie zu finden.

Nach dem Fund einer weiteren Leiche im Meer seien nun 50 der 228 Absturzopfer geborgen, sagte ein Sprecher der brasilianischen Marine am Dienstag (Ortszeit). Die Leiche solle wie die übrigen auf das brasilianische Festland gebracht und dort identifiziert werden. Laut Armee ist das Gebiet, in dem die brasilianischen und französischen Suchmannschaften nach den Flugschreibern und nach weiteren Opfern suchen, 19.000 Quadratkilometer groß - dies entspricht etwa der Fläche von Rheinland-Pfalz oder Sachsen.

Das Flugzeug war am 1. Juni auf dem Weg von Brasilien nach Frankreich gut drei Stunden nach dem Start abgestürzt; erst nach Tagen wurden erste Leichen und Wrackteile im Meer gefunden. Unter den Toten sind 28 Deutsche.

afp

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