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Panorama Flugzeug ist vor Absturz nicht explodiert
Mehr Welt Panorama Flugzeug ist vor Absturz nicht explodiert
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21:48 25.03.2015
Diese Foto von der Absturzstelle hat das französische Innenministerium veröffentlicht.
Diese Foto von der Absturzstelle hat das französische Innenministerium veröffentlicht. Quelle: dpa
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  • Nach dem Absturz des Germanwings-Airbus am Dienstag geht die Suche nach Opfern und Wrackteilen weiter.
  • Unter den 150 Opfern sollen 72 Deutsche sein, mindestens zwei Menschen aus Niedersachsen waren an Bord von Flug 4U9525.
  • Kanzlerin Angela Merkel ist in Frankreich vor Ort.
  • Ein Flugschreiber des Flugzeuges wurde bislang gefunden, er wird weiter ausgewertet.
Eine Zusammenfassung der Ereignisse finden Sie hier.

+++ 21.49 Uhr: Wir beenden diesen Live-Ticker für heute und versorgen Sie morgen früh ab 6 Uhr mit weiteren Informationen.

+++ 21.42 Uhr: Hochzeitspaar an Bord der Unglücksmaschine +++

An Bord der Germanwings-Maschine hat sich auch ein frischverheiratetes marokkanisches Paar befunden, das in Deutschland sein gemeinsames Leben beginnen wollte. Ein 24-Jähriger und seine ein Jahr jüngere Frau hatten nach Familienangaben erst am Samstag in Barcelona Hochzeit gefeiert. Laut dem marokkanischen Konsul in Barcelona wollte das junge Paar gemeinsam in der Region von Düsseldorf leben. Nach Angaben der marokkanischen Nachrichtenseite Medias24 wuchs die junge Frau in Spanien auf. Ihr Ehemann lebte seit vier Jahren in Deutschland.

+++ 21.20 Uhr: Chef lässt Germanwings-Beschäftigte freinehmen +++

Die Fluggesellschaft Germanwings lässt alle ihre Beschäftigten nach dem Flugzeugabsturz nach Bedarf freinehmen. "In Düsseldorf kennt jeder jeden. Deswegen haben wir als Geschäftsführung jedem Mitarbeiter freigestellt, ob er in dieser Situation arbeiten möchte", sagte Germanwings-Vorstandschef Thomas Winkelmann den Zeitungen "Express" und "Kölner Stadt-Anzeiger".

+++ 21.04 Uhr: Drei US-Bürger bei Absturz getötet +++

Nach Angaben der Regierung in Washington sind drei US-Staatsbürger bei dem Absturz ums Leben gekommen. Dies teilte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, mit. Germanwings hatte zuvor von zwei Passagieren aus den USA an Bord der Unglücksmaschine gesprochen.

+++ 20.43 Uhr: Schweigeminute beim Länderspiel +++

Zuschauer, Spieler und Offizielle haben  vor dem Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Australien in einer Schweigeminute der Opfer des Flugzeugabsturzes vom Dienstag gedacht. Das Team des Deutschen Fußball-Bundes trug im ersten Spiel des Jahres in Kaiserslautern Trauerflor.

+++ 20.37 Uhr: Zwei Sonderflüge für Angehörige +++

Die Lufthansa will Angehörige und Freunde der Opfer des Germanwings-Absturzes am Donnerstag mit zwei Sonderflügen nach Südfrankreich bringen. Eine Maschine mit Ziel Marseille soll um 8.40 Uhr in Düsseldorf starten, eine andere um 8.45 Uhr in Barcelona.

+++ 20.12 Uhr: Der Nachrichtenüberblick im Video +++

+++ 19.51 Uhr: Suchtarbeiten für die Nach eingestellt +++

Die Sucharbeiten an der Absturzstelle sind mit Einbruch der Dunkelheit für die Nacht eingestellt worden. Wie am Vorabend wurden fünf Gendarmen zur Sicherung des Geländes zurückgelassen.

+++ 19.37 Uhr: 400 Angehörige werden erwartet +++

Am Donnerstag werden in der Absturzregion Angehörige der Opfer erwartet. Nach Informationen der Tageszeitung "La Provence" sollen die bis zu 400 Personen in Seyne-les-Alpes und im nahen Digne betreut werden.

+++ 19.23 Uhr: Bergung von Leichen beginnt +++

Nach französischen Medienberichten haben die Einsatzkräfte mit der Bergung der ersten Leichen begonnen. Wie FranceTV info unter Berufung auf die Polizei vor Ort berichtet, seien Helikopter in Richtung der Absturzstelle geflogen, um erste Opfer zu bergen. Eine offizielle Bestätigung gibt es dazu noch nicht.

+++ 19.17 Uhr: Zweite Schülergruppe kehrt zurück +++

Einen Tag nach dem Tod deutscher Austauschschüler ist eine weitere Schülergruppe aus demselben Ort bei Barcelona wohlbehalten nach Hamburg zurückgekehrt. Die etwa 40 Schüler landeten am auf dem Airport in Fuhlsbüttel, wo sie streng vor der Presse abgeschirmt wurden. Die Neuntklässler hatten nach einem einwöchigen Aufenthalt in Llinars del Vallès die Germanwings-Maschine von Barcelona nach Hamburg genommen. Einige Schüler entschieden sich jedoch um: Zehn der insgesamt 45 Schüler seien mit der Bahn gefahren, heißt es.

+++ 19.12 Uhr: Interpol schickt Ermittlerteam +++

Interpol wird die Untersuchung an der Absturzstelle unterstützen. Nach einer entsprechenden Anfrage Frankreichs werde ein Team von Spezialisten in die Unglücksregion entsandt, teilt die internationale Polizeiorganisation mit. Zunächst sollen vier Experten bei der Identifizierung der vermutlich 150 Opfer helfen. Interpol werde nach dem tragischen Unfall jede Untersützung leisten, so Generalsekretär Jürgen Stock in einer Mitteilung.

+++ 18.47 Uhr: Deutsche Helfer vor Ort +++

Auch Helfer aus Deutschland sind an der Absturzstelle eingetroffen, um Angehörige zu betreuen. Unter anderem ist ein Kriseninterventionsteam des ASB München im Einsatz. Ihnen steht eine äußerst belastende Aufgabe bevor: "Wir müssen den Angehörigen vermitteln, dass ihre Kinder, Geschwister, Eltern tot sind", sagt Peter Zehentner, Leiter des Kriseninterventionsteams, im Interview.

+++ 18.30 Uhr: Grafische Rekonstruktion der BEA +++

Eine grafische Rekonstruktion der französischen Flugunfallbehörde BEA: Den letzten Kontakt mit dem Airbus gab es offenbar um 10:30 Uhr MEZ. Eine Minute später soll der Sinkflug der Maschine begonnen haben. Um 10:40 Uhr wurde sie zum letzten Mal auf dem Radar gesehen.

+++ 18.11 Uhr: Presserat mahnt zu Respekt +++

Der Deutsche Presserat hat die Medien aufgerufen, bei ihren Berichten über den Germanwings-Absturz Respekt vor den Opfern und ihrer Angehörigen zu wahren. Die Medien müssten selbstverständlich darüber informieren, der Opferschutz habe jedoch Vorrang. Auch der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) forderte, das Leid der Angehörigen zu achten. Journalisten dürften Trauernde nicht bedrängen, sagte der DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Allerdings verteidigte er, dass Reporter aus Haltern am See berichteten. Von dort stammt eine Schülergruppe, die bei dem Absturz ums Leben kam. "Es geht nicht um das Ob, sondern um das Wie", sagte Konken. An der Berichterstattung aus Haltern war Kritik laut geworden.

+++ 17.57 Uhr: Mehr als 50 Opfer aus NRW +++

Bei dem Flugzeugabsturz sind nach Angaben von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) mehr als 50 Menschen aus Nordrhein-Westfalen ums Leben gekommen. Damit stammen die meisten der 72 deutschen Opfer aus NRW. "Es wird alles getan, um die Opfer zu bergen", sagte Kraft.

+++ 17.39 Uhr: Keine Explosion vor Absturz +++

Vor dem Absturz der Germanwings-Maschine hat es keine Explosion gegeben. "Das Flugzeug ist bis zum Schluss geflogen", es habe also keine Explosion gegeben, sagte BEA-Direktor Rémi Jouty bei der Pressekonferenz in Paris.

Die Einsatzkräfte sichern an der Absturzstelle Trümmerteile. Quelle: dpa

+++ 17.38 Uhr: BEA: „Wir benötigen Zeit“ +++

Nachtrag zum Statement der Luftfahrtbehörde BEA: Die Experten haben die Daten aus dem Stimmenrekorder offenbar erst kurz vor Beginn der Pressekonferenz sichern können. "Wir haben die Audio-Datei erst seit einigen Minuten", sagte Behördenchef Rémi Jouty. Das erklärt auch, warum er zum Inhalt oder zur Länge der Aufzeichnungen noch keine Aussagen machen konnte. Auch auf weitere Nachfragen reagierte er mit der Bitte um Geduld: "Wir benötigen Zeit, um verstehen zu können, was wirklich passiert ist." Ein deutlicher Hinweis auch in Richtung zahlreicher Spekulationen, die ganzen Tag schon aufkommen.

+++ 17.24 Uhr: Verwirrung um zweite Blackbox +++

Auch die französische Luftfahrtbehörde BEA hat Gerüchte zurückgewiesen, dass der zweite Flugschreiber gefunden worden sei. Anders als Frankreichs Präsident Hollande, der wenige Minuten zuvor davon gesprochen hatte, dass zumindest eine Hülle entdeckt wurde, betonte Behördenchef Rémi Jouty: Man habe weder die Blackbox noch Einzelteile des zweiten Flugschreibers sicherstellen können.

+++ 17.15 Uhr: Daten von Stimmrekorder gesichert +++

In Paris gibt in diesen Minuten die französische Luftfahrtbehörde BEA (Bureau d'Enquêtes et d'Analyses) eine Pressekonferenz. Behördenchef Rémi Jouty betont, dass am Dienstag gegen 10.30 Uhr die französische Flugsicherheit bemerkt hatte, dass der A320 an Höhe verloren hat. Der Sinkflug von 4U9525 dauerte rund acht Minuten, bevor der Airbus zerschellte. Es sei aber noch nicht möglich, die geringste Erklärung für den Absturz zu geben. "Wir können noch keine Antworten darauf geben". Der Stimmrekorder sei auslesbar und könne ausgewertet werden – nähere Informationen nannte Jouty nicht.

BEA-Chef Remi Jouty. Quelle: afp

+++ 17.05 Uhr: Flugschreiber noch nicht ausgewertet +++

Ein Nachtrag zum Statement von Frankreichs Präsident Hollande: Die bereits gefundene erste Blackbox der Germanwings-Maschine wird weiter ausgewertet. Die Untersuchung des Sprachrekorders dauere an.

+++ 16.57 Uhr: Merkel dankt für Anteilnahme +++

Kanzlerin Merkel: „Wir denken an die Opfer deutscher Herkunft, aber genauso an die Opfer anderer Länder. Das ist eine wahrhafte Katastrophe, das hat uns unser Besuch heute vor Augen geführt.“ Zugleich bedankte sie sich für die Anteilnahme in Frankreich. "Sie werden hier willkommen sein", sagte sie in Richtung der Angehörigen, die in Seyne-les-Alpes erwartet werden. "Alles ist vorbereitet, wenn Angehörige an diesen Ort kommen möchten." Frankreich helfe in dieser Situation mit großem Herzen. "Es ist ein gutes Gefühl, dass wir in einer so schweren Stunde eng zusammenstehen", sagte Merkel zu Hollande.

Bundeskanzlerin Angela Merkel in Seyne-les-Alpes. Quelle: dpa

+++ 16.55 Uhr: Nur ein Flugschreiber gefunden +++

Offenbar wurde bislang nur ein Flugschreiber gefunden: Frankreichs Präsident Hollande sagte, man habe eine Hülle entdeckt, nicht aber den zweiten Flugschreiber selbst. Lediglich der Stimmenrekorder sei bislang entdeckt worden und werde noch ausgewertet. Damit widerspricht er Medienberichten, wonach die zweite Box ohne Chip gefunden wurde.

+++ 16.48 Uhr: Merkel und Hollande vor der Presse +++

In Seyne-les-Alpes sind Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Francois Hollande und Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy vor die Presse getreten. Hollande sprach den Angehörigen sein Beileid aus und bedankte sich bei den zahlreichen Helfern und Freiwilligen in der Absturzregion.  Er versprach, dass es für Frankreich eine Verpflichtung sei, die Angehörigen zu unterstützen. Man werde alles tun, um die sterblichen Überreste zu finden und die Opfer zu identifizieren.

+++ 16.45 Uhr: Noch keine Informationen der BEA +++

Nach Angaben französischer Journalistin beginnt die Pressekonferenz der Untersuchungsbehörde BEA erst im Anschluss an die der Staats- und Regierungschefs in Seyne-les-Alpes. Ursprünglich hatte die BEA bereits um 16 Uhr über erste Ergebnisse der Blackbox-Untersuchung geben wollen. 

+++ 16.37 Uhr: Bestürzung in Neuenhaus +++

In der Unglücksmaschine saßen auch zwei Männer aus Neuenhaus in der Grafschaft Bentheim. Dort herrscht am Tag nach dem Absturz große Bestürzung. Am Nachmittag trauerten Einwohner am Vereinsheim des örtlichen Sportvereins Borussia Neuenhaus. Bürgermeister Paul Mokry hielt eine Trauerrede, der Bürgermeister der Samtgemeinde, Günter Oldekamp, und der Landrat des Landkreises Grafschaft Bentheim, Friedrich Kethorn, legten einen Kranz nieder. Die beiden 27 und 28 Jahre alten Opfer waren begeisterte Fußballfans und spielten selbst bei Borussia Neuenhaus. „Gemeinsam mit zwei anderen Freunden waren beide im vergangenen Jahr zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Brasilien geflogen“, erzählt Oldekamp. Am Sonntag hatten sie sich den „Clasico“ zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid angeschaut und wollten am Dienstag zurückkehren.

+++ 16.29 Uhr: Germanwings stoppt Echo-Sponsoring +++

Germanwings hat seine Teilnahme beim Musikpreis Echo abgesagt, bei dem die Airline Sponsor ist. Außerdem wurden alle Promotion- und Marketing-Aktionen im Rahmen der Veranstaltung gestoppt. Der Musikpreis Echo wird am Donnerstag in Berlin verliehen. Germanwings sagte auch eine eigene Veranstaltung ab. Eigentlich hätte am Freitag die Gala zum Schreibwettbewerb "Story Award" in Köln stattfinden sollen.

+++ 16.23 Uhr: Schüler wurden für Reise gelost +++

Die bei dem Absturz ums Leben gekommenen 16 Schüler aus Haltern sind für ihre Reise ausgelost worden. Es habe deutlich mehr Interessenten für den Schüleraustausch gegeben, als Plätze vorhanden waren, sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung in Münster. Deshalb sei vom Fachbereich Spanisch unter der Federführung einer der beiden ebenfalls bei dem Absturz getöteten Lehrerinnen eine Verlosung vorgenommen worden. er Sprecherin zufolge bekamen ein oder zwei der 16 getöteten Schüler erst im Nachhinein die Zusage. Sie seien im Nachrückerverfahren mitgenommen worden, nachdem es Absagen für die Reise gegeben habe.

+++ 16.12 Uhr: Wie sicher ist das Fliegen? +++

Jede Flugzeugkatastrophe facht die Debatte über die Sicherheit des Fliegens neu an. Auch mögliche Ursachen werden diskutiert. Flugexperten verweisen auf die Statistik, wonach ein Unglück im Haushalt wesentlich wahrscheinlicher ist als Opfer eines Flugzeugabsturzes zu werden. Alle wichtigen Fragen und Antworten finden Sie hier.

+++ 16.01 Uhr: Telefonnummer für Angehörige +++

Die Telefonnummern und andere Unterstützung für anreisende Angehörige von Opfern sind vorbereitet. Wer eine der 900 verfügbaren Schlafgelegenheiten etwa in Digne-les-Bains oder Seyne-les-Alpes beanspruchen will, kann sich über die geschalteten Telefonnummern der Präfektur informieren: · +33 (0) 4 92 36 72 33· +33 (0) 4 92 36 77 90· +33 (0) 4 92 36 73 56 Die Plätze sollen in Hotels, Ferienanlagen oder Privathaushalten bereitstehen. Regierungschef Manuel Valls betont, dass alles für eine bestmögliche Unterbringung von Angehörigen getan werde.

+++ 15.45 Uhr: Erste Angehörige am Absturzort +++

Die ersten Angehörigen von Opfern des Germanwings-Unglücks sind französischen Medienberichten zufolge am Absturzort angekommen. Wie etwa die Zeitung "Le Figaro" am berichtet, erreichten einige Familen Digne-les-Bains. Der Ort liegt etwa 30 Kilometer Luftlinie von der Absturzstelle entfernt. In Digne und in Seyne-les-Alpes wurden Betreuungszentren für Angehörige und Trauerkapellen eingerichtet.

+++ 15.37 Uhr:Experten hoffen auf Blackbox +++

Was mit der A320 von Germanwings über den französischen Alpen genau passiert ist, wird man erst nach der Auswertung der beiden Aufzeichnungsgeräte wissen: des Flugdatenschreibers und des Stimmenrekorders, der alle Geräusche im Cockpit aufzeichnet. Bislang wurde nur der Stimmenrekorder entdeckt und zur Auswertung nach Paris gebracht. Meldungen, wonach auf der Flugschreiber gefunden worden sei, wurden bislang von keiner offiziellen Stelle bestätigt.

+++ 15.28 Uhr:  Studie: Ältere Flugzeuge nicht unsicherer  +++

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Flugzeugunfällen und dem Alter der Maschinen: Das hat eine 2014 veröffentlichte Studie des Internationalen Zentrums für Lufttransport beim Massachusetts Institute of Technology in Cambridge ergeben. Demnach gibt es bis zu einem Alter der Flugzeuge von 18 Jahren keinerlei Zusammenhang mit der Unfallrate. Nur bei Maschinen ab 20 Jahren wurde statistisch eine "leichte Tendenz" zu mehr Unfällen registriert – allerdings nur bei Fluggesellschaften, die in Afrika operierten. In Europa oder Nord-Amerika ist auch bei Maschinen von 20 Jahren Lebensdauer und mehr kein Zusammenhang zwischen dem Alter und der Unfallhäufigkeit feststellbar. Die jetzt abgestürzte Airbus-Maschine war mehr als 24 Jahre alt.

+++ 15.21 Uhr: Kaum größere Wrackteile gefunden +++

Der abgestürzte Airbus A320 ist nach Angaben von Einsatzkräften ist unzählige Teile zerborsten. Die Trümmerteile haben sich auf einer Fläche von rund vier Hektar verteilt. Es gebe kaum größere Flugzeugteile, sagte ein Ermittler. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte: "Das größte Teil, was identifizierbar war, war ein Bordwandteil, das den Umfang von drei Flugzeugfenstern umfasst", sagte Dobrindt. "Es ist ein erschreckendes Bild."

Quelle: EPA/F. BALSAMO / SIRPA GENDARMERIE / MINISTERE DE L'INTERIEUR

+++ 15.14 Uhr: Lufthansa-Chef spricht mit Angehörigen +++

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat in Düsseldorf mit Angehörigen der Opfer des Germanwings-Absturzes gesprochen und sich danach bestürzt gezeigt. "Das war mit Abstand das Schlimmste der letzten 20 Jahre - seit ich in dieser Branche bin", sagte Spohr. Man werde ihnen jede erdenkliche Hilfe gewähren - sei sie psychologischer oder finanzieller Art. Am Donnerstag sollen für die Angehörigen und ihre Betreuer Sonderflüge nach Marseille starten. Für Crews der Lufthansa-Tochter Germanwings, die nach dem Absturz nicht hätten fliegen wollen, habe er "volles Verständnis", versicherte Spohr. Sie seien zum Teil mit den Opfern befreundet gewesen. 

+++ 15.03 Uhr: Flugschreiber: Noch heute erste Ergebnisse +++

Analysen des ersten gefundenen Flugschreibers sollen am Nachmittag veröffentlicht werden. Das kündigte Regierungssprecher Stéphane Le Foll in Paris an. Die für die Auswertung zuständige französische Untersuchungsbehörde BEA wird demnach um 16 Uhr erste Ergebnisse vorlegen.

+++ 14.55 Uhr: Polizei ermittelt wegen abfälliger Tweets +++

Die spanische Polizei hat Ermittlungen gegen die Autoren gehässiger Internetbotschaften über die Opfer des Absturzes eingeleitet. Benutzer sozialer Netzwerke hatten sich abfällig darüber geäußert, dass an Bord der Unglücksmaschine überwiegend Deutsche und Katalanen ums Leben kamen. "Ein Flugzeug voll mit Katalanen und Deutschen stürzt in Frankreich ab. winwinwin", heißt es in einem Tweet. 

+++ 14.45 Uhr: Suche gestaltet sich schwierig +++

Die Arbeit der Einsatzkräfte wird durch das schwer zugängliche, sehr steile Gelände an der Absturzstelle erschwert. Die Flugzeugtrümmer sind auf einem Gebiet von insgesamt rund vier Hektar verteilt. Es gebe kaum größere Flugzeugteile, sagte ein Ermittler. Nach den Worten von Premierminister Manuel Valls wurde die Maschine "im wahrsten Sinne des Wortes pulverisiert".

Diese Foto von der Absturzstelle hat das französische Innenministerium veröffentlicht. Quelle: afp

+++ 14.36 Uhr: Merkel dankt französischen Helfern +++

Kanzlerin Angela Merkel hat nach ihrer Ankunft in der Nähe der Absturzstelle den französischen Helfern für deren Einsatz gedankt. "Das ist ein Zeichen unglaublicher Freundschaft und Hilfe. Wir sind sehr dankbar", sagte Merkel, die gemeinsam mit dem spanischen Regierungschef Mariano Rajoy und Frankreichs Präsident François Hollande in Seyne-les-Alpes eingetroffen war. Merkel, die von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) begleitet wird, sprach mit Einsatzkräften und informierte sich aus erster Hand über die schwierige Bergung von Trümmern und Opfern.

+++ 14.29 Uhr: Merkel in Absturzregion eingetroffen +++

Angela Merkel ist in der Region des Absturzortes eingetroffen. Gemeinsam mit Frankreichs Präsident François Hollande und dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy will sie der Opfer der Flugzeugkatastrophe gedenken und mit Angehörigen der 150 Toten zusammenkommen. Merkel, Hollande und Rajoy treffen sich dazu in Seyne-les-Alpes, wenige Kilometer entfernt von der Absturzstelle.

+++ 14.19 Uhr: Erinnerungen an Unglück von 1953 +++

Die Region, in der der Germanwings-Airbus am Dienstag abgestürzt war, erlebte in der Vergangenheit bereits eine Flugzeugkatastrophe. Am 1. September 1953 zerschellte 16 Kilometer von der Gemeinde Barcelonnette entfernt eine Maschine der französischen Fluggesellschaft Air France an einem Berg. 42 Menschen starben damals bei dem Unglück. Das Flugzeug war auf dem Weg von Paris ins vietnamesische Saigon, heute Ho-Tschi-Minh-Stadt. Der Pilot meldete sich bei der regionalen Luftraumkontrolle in Aix-en-Provence und bat um die Erlaubnis, die Flughöhe senken zu dürfen. Motorprobleme meldete er nicht. Nur fünf Minuten später zerschellte die Maschine in 2800 Metern Höhe knapp unterhalb des Gipfels Mont Cement. Ein Briefträger beobachtete damals, wie das Flugzeug abstürzte und in Flammen aufging, und schlug Alarm.

+++14.08 Uhr: Ministerpräsident Weil kondoliert Familien +++

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zeigte sich betroffen über den Tod der beiden jungen Männer aus Niedersachsen, die in der verunglückten Germanwings-Maschine saßen. Er wollte noch am Mittwoch bei den beiden Familien schriftlich kondolieren, sagte seine Sprecherin. Sein Mitgefühl gelte insbesondere auch dem Nachbarland Nordrhein-Westfalen, das in „ganz besonderer Weise“ betroffen sei.

+++13.53 Uhr: Lufthansa-Chef:  „Für uns ist es unerklärlich" +++

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat sich in einer Videobotschaft geäußert. „Wir alle bei Lufthansa leisten unseren Beitrag, dass so etwas nie wieder geschieht. Dass es uns trifft, ist für uns unbegreiflich“, sagte er. „Für uns ist es unerklärlich, wie ein technisch einwandfreies Flugzeug, gesteuert von zwei erfahrenen Piloten, in Reiseflughöhe in so eine Situation geraten kann. Wir tun alles, um den Angehörigen zu helfen. Morgen starten zwei Sonderflüge für Familien und Freunde der Opfer Richtung Frankreich.“

+++ 13.41 Uhr: "Wir sind hier im Hochgebirge"

Für die Einsatzkräfte ist die Suche nach Opfern und Wrackteilen ein äußerst schwieriges Unterfangen. Die Absturzstelle liegt im Massiv des Tête de l'Estrop (Gipfel bei 2961 Metern), der Airbus A320 zerschellte auf einer Höhe von 1600 bis 2000 Metern. Der Zugang ist extrem schwierig. Das Gelände ist unwegsam. "Wir sind hier im Hochgebirge", sagt Polizeichef David Galtier über den Unfallort. Am Dienstagabend waren rund 50 Spezialkräfte zu Fuß von Seyne gestartet, um zur Unglücksstelle vorzudringen. Über Nacht biwakierten sie im Freien - bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt.

+++ 13.32 Uhr: Noch nicht alle Angehörigen kontaktiert +++

Einen Tag nach dem Flugzeugunglück sind noch nicht alle Angehörigen der Opfer kontaktiert. Zu 123 Familien hat Germanwings bereits Kontakt aufnehmen können, sie werden psychologisch betreut. Von 27 der Opfer stehen die Kontaktdaten hingegen noch nicht fest. Germanwings versucht mit dem Auswärtigem Amt, zu ihnen eine Verbindung herzustellen. "Bisher ist das uns nicht gelungen", sagte Geschäftsführer Thomas Winkelmann.

+++ 13.21 Uhr: Erste Bilder des Flugschreibers +++

Die für die Auswertung der Flugschreiber zuständige französische Untersuchungsbehörde BEA hat Bilder des Stimmenrekorders veröffentlicht. Die Box ist beschädigt, Experten gehen aber davon aus, dass sie ausgewertet werden kann. Bei dem gefundenen Flugschreiber soll es sich um den Cockpit Voice Recorder (CVR) handeln, der Geräusche und Gespräche im Cockpit aufzeichnet. Nach der zweiten Blackbox wird noch an der Absturzstelle gesucht.

Der Voice-Recorder - beschädigt, aber verwertbar. Quelle: BEA/dpa

+++ 13.13 Uhr: Identifizierung kann bis zu zwei Wochen dauern +++

Die Opfer werden nach Erwartung des Hamburger Rechtsmediziners Klaus Püschel in etwa ein bis zwei Wochen identifiziert sein. Er rechne mit einem hoch professionellen Ablauf, sagte der Direktor des Instituts für Rechtsmedizin im Universitätsklinikum Eppendorf . "Rechtsmediziner sollten bei dem Bergen der Leichenteile schon zugegen sein", sagte der Professor. Dazu würden normalerweise gemeinsame Teams mit der Polizei gebildet, die bereits an der Absturzstelle Leichenteile zuordnen, registrieren und an eine zentrale Untersuchungsstelle schicken.

+++ 13.01 Uhr: Schweigeminute in Spanien +++

Auch in Spanien haben Tausende Menschen mit einer Schweigeminute der Opfer gedacht. Im ganzen Land versammelten sich am Mittwoch Menschen zu Trauerkundgebungen vor den Rathäusern. Im spanischen Parlament, in den Gemeinderäten und anderen öffentlichen Institutionen wurden Schweigeminuten eingelegt. Im ganzen Land wehen die Flaggen auf halbmast. Die spanische Regierung hat eine offizielle Trauer von drei Tagen angeordnet. An Bord der Maschine, die auf der Route von Barcelona nach Düsseldorf abgestürzt war, waren nach neuesten Erkenntnissen 35 spanische Passagiere gewesen.

+++ 12.54 Uhr: Verärgerung über Germanwings-Chef +++

Die Germanwings-Pressekonferenz hat für Verärgerung unter den anwesenden Journalisten geführt. Obwohl die Pressevertreter zahlreiche Fragen auf ihren Zetteln stehen hatten, wollte die Fluglinie – wie schon bei den vorangegangenen Statements – zu keiner Frage Stellung nehmen. Aussagen wie "Wann lernen Sie endlich, sich den Fragen zu stellen" oder "Das ist eine Frechheit" machen nach dem Ende der Pressekonferenz die Runde.

+++ 12.43 Uhr: 72 Deutsche unter den Opfern +++

Unter den Opfern befinden sich nach Angaben von Germanwings-Geschäftsführer Thomas Winkelmann 72 deutsche Staatsbürger. Bislang war Germanwings von 67 Deutschen unter den insgesamt 150 Todesopfern ausgegangen. An Bord der Maschine saßen den neuesten Erkenntnissen zufolge 35 Spanier. Zudem waren zwei Staatsbürger aus Australien, Argentinien, Iran, Venezuela und den USA an Bord. Je ein Passagier stammte aus Großbritannien, den Niederlanden, Kolumbien, Mexiko, Japan, Dänemark, Belgien und Israel. Bei einigen Passagieren ist die Nationalität demnach noch nicht geklärt.

+++ 12.36 Uhr: Dobrindt: „Ein erschreckendes Bild“

Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat sich nach seiner Rückkehr aus Frankreich bestürzt über das Ausmaß des Flugzeugunglücks gezeigt. Ihm habe sich ein "erschreckendes Bild" an der Absturzstelle geboten, sagt er. "Teile der Maschine liegen weit verteilt in einer Gebirgsspalte. Man konnte eine Bordwandseite sehen – der Rest der Maschine ist in Millionen von Teilen über dieser Fläche verstreut."

+++ 12.32 Uhr: Germanwings-Flug mit anderer Route +++

Germanwings fliegt die Verbindung Barcelona-Düsseldorf offenbar mit neuer Flugnummer und geänderter Route. Flug 4U9441 war um 9.58 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Barcelona gestartet, meldet die Internetseite Flightradar24. Germanwings äußerte sich auf Anfrage nicht zu der geänderten Route.

+++ 12.25 Uhr: Lufthansa-Sonderflüge für Hinterbliebene +++

Die Lufthansa will Hinterbliebene der Flugzeugkatastrophe am Donnerstag mit Sonderflügen nach Südfrankreich bringen. Geplant seien Verbindungen von Düsseldorf nach Marseille sowie von Barcelona nach Marseille, sagte Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr.

+++ 12.20 Uhr: Zufall rettet Fußballern das Leben +++

Der Zufall rettete einer Delegation der schwedischen Drittliga-Fußballmannschaft von Dalkurd FF aus Borlänge das Leben. Eigentlich hätte das Team in der Unglücksmaschine sitzen sollen. Eine kurzfristige Änderung der Reisepläne entpuppte sich als Glück für die Skandinavier, die ihre Rückkehr aus dem Trainingslager nahe Barcelona über Düsseldorf nach Stockholm antreten wollten. Weil die Wartezeit in Düsseldorf vor dem Weiterflug ausgesprochen lang gewesen wäre, entschlossen sich die Schweden kurzfristig, umzubuchen und in drei Gruppen nach Hause zu fliegen. "Wir haben sehr viel Glück gehabt", sagte Sportchef Adil Kizil der schwedischen Tageszeitung "Aftenposten".

+++ 12.11 Uhr: Zunächst keine Bergung von Opfern +++

Die Rettungskräfte an der Absturzstelle wollen am Mittwoch keine Opfer bergen. Nach Angaben des Rettungspilots Xavier Roy am Einsatzort in Seyne-les-Alpes soll weiter das Absturzgebiet gesichert werden. Die Rettungsmannschaften versuchen demnach, die Opfer zu finden. Dazu sollen auch zahlreiche Fotos von der Unfallstelle gemacht werden.  Bei den Arbeiten, an denen auch Spezialteams beteiligt seien, werde auch versucht, Teile der Motoren zu lokalisieren. Bisher ist unklar, wie viele Rettungskräfte zu dem Gelände gebracht werden oder dahin aufstiegen. An der Unfallstelle selbst soll es aktuell keinen Schnee geben, Helikopter könnten gut fliegen, es gebe wenig Wind, so der Rettungspilot.

Roy Xavier (Mitte), Pilot und Koordinator der Lufteinsätze, in Seyne-les-Alpes. Quelle: Daniel Naupold/dpa

+++ 12.03 Uhr: 400 Trauernde vor Germanwings-Zentrale +++

Mit einer Schweigeminute vor der Germanwings-Zentrale in Köln haben rund 400 Menschen der 150 Opfer des Germanwings-Absturzes gedacht. Unter ihnen waren Germanwings-Geschäftsführer Thomas Winkelmann sowie viele Piloten und Flugbegleiter. Die Trauernden legten Blumen, Kerzen, Lichter und Stofftiere nieder. Um 10.53 Uhr hielten Mitarbeiter von Lufthansa, Germanwings und Beschäftigte am Flughafen Köln/Bonn vor der Germanwings-Zentrale inne. Am Dienstag zu diesem Zeitpunkt war die Verbindung zwischen dem Airbus und der Flugsicherung abgebrochen.

+++ 11.58 Uhr: Behörden informieren am Nachmittag +++

Nach Angaben von Lufthansa-Chef Carsten Spohr soll es gegen 16 Uhr Informationen der französischen Behörden zu den weiteren Ermittlungen geben. Die Staatsanwaltschaft von Marseille hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen. Was in den acht Minuten vor der Katastrophe geschah, in denen der A320 fast 10 000 Meter Höhe verlor, ist weiter völlig rätselhaft.

+++ 11.52 Uhr: Gedrückte Stimmung in Hannover +++

Am Airport Hannover haben zahlreiche Urlauber ihren gebuchten Flug angetreten. Am Check-in-Schalter von Germanwings herrscht zu Beginn der niedersächsischen Schulferien jedoch gedrückte Stimmung. "Das ist ein ganz trauriger Urlaubsauftakt", sagte Maria Pilar Lozano, die mit vier Freundinnen in ihre Geburtsstadt Barcelona reiste. Viele Passagiere sagten, sie hätten überlegt, ob sie den Flug überhaupt antreten.

Maria Pilar Lozano (l) und Christel Klein am Check-In Schalter von Germanwings im Hannover Aitport. Quelle: Julian Stratenschulte

+++ 11.43 Uhr: Opernsängerin unter den Opfer +++

Unter den Opfern ist auch die Opernsängerin Maria Radner. Das bestätigte die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, wo Radner viele Gastspiele hatte. Die Altistin sei zusammen mit dem ebenfalls ums Leben gekommenen  Bassbariton Oleg Bryjak auf dem Rückflug von einem Gastspiel im Gran Teatre del Liceu in Barcelona gewesen. Beide Sänger waren in Richard Wagners "Siegfried" aufgetreten.

+++ 11.35 Uhr: Trauerbeflaggung in Niedersachsen +++

An den Rathäusern, Behörden und anderen öffentlichen Gebäuden in ganz Niedersachsen wehen die Fahnen auf halbmast. Die Trauerbeflaggung soll bis einschließlich Freitag gelten, so die Staatskanzlei in Hannover. Das Bundesinnenministerium zuvor Trauerbeflaggung an allen Bundesbehörden angeordnet. Dies gilt gleichzeitig als Empfehlung für Länder und Kommunen.

Flaggen auf Halbmast am Justizministerium in Hannover. Quelle: Nigel Treblin

+++ 11.27 Uhr: Große Hilfsbereitschaft bei Einwohnern +++

Die Einwohner im Absturzgebiet haben für Angehörige der Opfer zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten bereitgestellt. Insgesamt gibt es nach Angaben des Rathauses von Seyne-les-Alpes etwa 900 Schlafgelegenheiten. Die Plätze stehen in Hotels, Ferienanlagen oder Privathaushalten bereit. Das französische Innenministerium kündigte an, die mit Bussen anreisenden Angehörigen vor den Medien abzuschirmen. Flüge mit Angehörigen zur schwer zugänglichen Unfallstelle sind demnach nicht vorgesehen.

Hubschrauber der Polizei über dem Alpenort Seyne-les-Alpes. Quelle: dpa

+++ 11.22 Uhr: Keine Flugausfälle in Hannover +++

Anders als in Stuttgart, Düsseldorf und anderen Flughäfen fallen in Hannover voraussichtlich keine Germanwings-Flüge aus. Seit dem Flugzeugabsturz in Südfrankreich seien alle Flüge der Airline planmäßig gestartet, teilte der Flughafen Hannover mit. Im Tagesverlauf sollen neun Germanwings-Maschinen in Hannover starten. Ziele sind Stuttgart, London, Wien und Barcelona.

+++ 11.15 Uhr: Google mit Trauerschleife +++

Der Absturz beherrscht nicht nur die Zeitungen und sozialen Netzwerke - auch Google nimmt Anteil. Die Suchmaschine hat in Deutschland und Spanien eine Trauerschleife als Symbol auf ihre Startseite genommen. Wer mit der Computermaus über das schwarze Symbol auf weißem Hintergrund fährt, kann die Worte "Zum Gedenken an die Passagiere des Flugzeugabsturzes" lesen.

+++ 11.08 Uhr: Luftüberwachung suchte vergeblich Kontakt +++

Kurz vor dem Absturz des Germanwings-Airbus hatten Mitarbeiter der Flugüberwachung vergeblich versucht, die Besatzung zu kontaktieren, sagte der Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin. Zu möglichen Ursachen des Absturzes wollte er sich nicht äußern. "Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass dieser schnelle Höhenverlust des Flugzeugs für den Augenblick unerklärt bleibt", sagte Robin. 

+++ 11.01 Uhr: Germanwings schränkt Werbemaßnahmen ein +++

Germanwings schränkt ihre Werbemaßnahmen ein. Das sei nach Unglücken "gängige Praxis", sagte ein Sprecher der Lufthansa-Tochter dem Nachrichtenportal "DerWesten.de". Werbung werde "auf ein Mindestmaß" heruntergefahren. Genauere Angaben könne er zu diesem Zeitpunkt noch nicht machen.

+++ 10.53 Uhr: Lufthansa legt weltweite Schweigeminute ein +++

Der Lufthansa-Konzern hat seine Mitarbeiter aufgerufen, jetzt – um 10.53 Uhr – mit einer Schweigeminute der Opfer des Germanwings-Absturzes zu gedenken. Zu dieser Uhrzeit war am Vortag der Airbus verunglückt. Im Anschluss an die weltweite Schweigeminute will Lufthansa-Chef Carsten Spohr in der Frankfurter Firmenzentrale ein Medienstatement abgeben. Auch andere Airlines beteiligen sich an der Schweigeminute.

Grablichter mit der Flugnummer 4U9525 stehen vor der Zentrale von Germanwings in Köln. Quelle: dpa

+++ 10.50 Uhr: Einzelne Germanwings-Flüge aus +++

Bei Germanwings fallen auch am Mittwoch einzelne Flüge aus, weil Piloten noch nicht wieder fliegen wollen. Eine Unternehmenssprecherin konnte aber keine genaueren Angaben zur Zahl der betroffenen Verbindungen machen. Bereits am Dienstag war es nach der Katastrophe zu einzelnen Flugausfällen gekommen. Germanwings-Chef Thomas Winkelmann erklärte, die Unternehmensleitung habe Verständnis für die Entscheidung der Piloten. Der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, wies Spekulationen zurück, es gebe bei den Piloten Sicherheitsbedenken. "Das hat nichts mit der Sicherheit zu tun", sagte Handwerg im ARD-"Morgenmagazin".

+++ 10.45 Uhr: Erster Flugschreiber in Paris eingetroffen +++

Der erste gefundene Flugschreiber der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine ist zur Analyse der Daten in Paris eingetroffen. Die Auswertung werde noch am Vormittag beginnen, sagte der für Transport zuständige französische Staatssekretär Alain Vidalies dem Sender Europe 1. Die für die Auswertung zuständige französische Untersuchungsbehörde BEA habe die Blackbox erhalten. Die Box sei beschädigt, aber es werde angenommen, dass sie zu verwerten sei, sagte Vidalies.

Am Schauplatz der Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen laufen seit Mittwochmorgen wieder Bergungsarbeiten. Sie werden nach den Angaben des französischen Innenministeriums "Tage oder Wochen" dauern. Die Wucht des Aufpralls ließ den Airbus A 320 von Germanwings laut Rettungskräften in kleinste Trümmer zerbersten. "Alles ist pulverisiert. Man kann nichts mehr auseinanderhalten", sagte ein Feuerwehr-Leutnant der Zeitung "Le Monde". Bei dem Absturz von Flug 4U9525 waren am Dienstag alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Über die Ursachen ist weiterhin nichts bekannt. Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde für 14 Uhr am Ort des Absturzes erwartet und wollte dort den spanischen Regierungschef Mariano Rajoy und Frankreichs Präsident François Hollande treffen.

An Bord der Germanwings-Maschine waren mindestens zwei Menschen aus Niedersachsen. Das Landeskriminalamt in Hannover teilte am Mittwoch mit, dass die Opfer im Alter von 27 und 28 Jahren aus dem westlichen Niedersachsen stammten. Nach Informationen der "Grafschafter Nachrichten" handelt es sich bei den Opfern um zwei Männer, die sich am Sonntag das Fußballspiel zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid angeschaut hatten. Von den beiden Männern aus einer Gemeinde in der Grafschaft Bentheim gebe es kein Lebenszeichen. 

dpa/afp/frs

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