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Panorama Russland-Exporte aus Niedersachsen brechen ein
Mehr Welt Panorama Russland-Exporte aus Niedersachsen brechen ein
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08:52 20.11.2014
Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, Martin Winterkorn, empfängt den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (rechts) zum Rundgang im VW-Werk in Kaluga, Russland. Europas größter Autobauer Volkswagen leidet, wie wie viele Unternehmen unter der Verunsicherung im Russland-Geschäft. Quelle: dpa/Archiv
Hannover

Niedersachsens Unternehmen haben wegen der Verunsicherung im Russlandgeschäft erhebliche Umsatzeinbußen erlitten. Zwischen Januar und September sei der Wert der Russland-Exporte um 500 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken, teilte der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK) mit. Von 2,1 Milliarden Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres schmolz er auf nun 1,6 Milliarden Euro zusammen. Das Russlandgeschäft wird durch die EU-Sanktionen, aber auch durch ein von Kremlchef Wladimir Putin verhängtes einjähriges Einfuhrverbot für Agrarprodukte aus dem Westen sowie einen massiven Wertverfall des Rubel belastet.

Von einem etwa 25-prozentigen Rückgang des Geschäfts sprach der NIHK-Außenwirtschaftssprecher Felix Jahn. Die Öl- und Gasindustrie habe teils Einbußen von mehr als 50 Prozent ihres normalen Geschäfts hinnehmen müssen. Vor allem mittelständische Betriebe litten, auch im Maschinen- und Anlagenbau. Die Ukraine spiele im niedersächsischen Exportgeschäft dagegen kaum eine große Rolle. "Es herrscht große Verunsicherung", sagte Jahn. "Aber trotz der Schwierigkeiten schätzt eine Mehrheit der Unternehmen das Potenzial des russischen Marktes sehr hoch ein."

Im Agrarland Niedersachsen sind auch die bäuerlichen Produzenten in Sorge, denen das Russlandgeschäft wegbricht. Die Exporte der Ernährungsindustrie sind nach den NIHK-Zahlen von 175 Millionen Euro im Zeitraum Januar bis September 2013 auf nun 98 Millionen Euro in der gleichen Periode des laufenden Jahres gesunken.

Nach Informationen der NIHK wird das niedersächsische Russlandgeschäft auch durch zunehmend schwierige Finanzierungsbedingungen belastet. Kredite seien nur schwer zu bekommen, die erforderlichen Ausfuhrgenehmigungen machten einen hohen Verwaltungsaufwand erforderlich. Die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN) hatten ebenfalls vor Umsatzeinbußen gewarnt; sie haben aber noch keine konkreten Zahlen.

lni

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