Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Feinstaub-Alarm in Italien: Fahrverbote und Strafen für offene Türen
Mehr Welt Panorama Feinstaub-Alarm in Italien: Fahrverbote und Strafen für offene Türen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:05 14.01.2020
Beeindrucke Fassaden gehören zum Stadtbild von Rom – die  Belastung durch Stickoxid und Feinstaub dagegen ist unsichtbar.
Rom

Italiens Hauptstadt Rom hat Feinstaub-Alarm ausgelöst und ein striktes Diesel-Fahrverbot verhängt. Die Beschränkungen für private Fahrten in den Hauptverkehrszeiten galten in der regelmäßig verstopften Millionenstadt seit Dienstag für einige Tage. In zahlreichen Städten des Landes ist die schmutzige Luft seit Jahresbeginn ein Aufregerthema. Turin, Mailand, Bologna, Florenz - vielerorts gibt es Feinstaub-Warnungen und längere Einschränkungen für den Verkehr.

Mit ein Grund für den Dauer-Smog ist auch das Wetter: Bei Sonnenschein und blauem Himmel weht etwa in Rom kaum Wind, zugleich ist es nachts recht kalt - so dass viele Menschen die Heizungen voll aufdrehen. In Rom wies die Stadt nun darauf hin, dass die Regler auf 17 bis 18 Grad gedrosselt werden sollten.

Appell zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel

Bürgermeisterin Virginia Raggi hatte schon am Sonntag auf Facebook appelliert, auf Busse und Bahnen umzusteigen. Wenn sich die Abgaslage nicht bessere, sei das Diesel-Fahrverbot bis zur Abgasnorm Euro 6 unumgänglich. Man könne sich ein Auto mit Freunden und Kollegen teilen oder weniger heizen, schrieb sie. Viele Straßen Roms waren am Dienstag dennoch so voll wie sonst auch.

In Vicenza in der Region Venetien ergreifen die Stadtoberen bereits strengere Maßnahmen: Geschäfte, Bars und andere für die Öffentlichkeit zugängliche Stellen wurden angewiesen, ab Dienstag ihre Türen nicht mehr offen stehen zu lassen, wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb. Wer Wärme verschwendet und bei Kontrollen mit offener Tür erwischt wird, dem drohen demnach Strafen zwischen 25 und 500 Euro.

Wetterlage soll sich vorerst nicht ändern

Metrologen erwarten, dass die Wetterlage sich in weiten Teilen des Landes zunächst nicht ändert. Italiens Umweltschützer jedenfalls werden nicht müde, Verbote zu loben, aber auch mehr Konsequenz von Politik und Bürgern zu fordern.

In Deutschland sind die Diesel-Fahrverbote in einigen Städten nicht wegen einer hohen Feinstaubbelastung eingerichtet worden, sondern weil Grenzwerte für gesundheitsschädliches Stickstoffdioxid (NO2) überschritten wurden.

Mehr zum Thema

Brände in Australien: Luft in Melbourne “weltweit am schlechtesten”

Klimapolitik: Gegen Deutschland laufen elf EU-Verfahren

Gegen Feinstaub: Gibt es bald neue Vorgaben für Schornsteine?

RND/dpa

Der Artikel "Feinstaub-Alarm in Italien: Fahrverbote und Strafen für offene Türen" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

In Solingen liefen in einem Fitnessstudio über die Mikrofonanlage über mehrere Tage Predigten der benachbarten Kirchengemeinde. Die Mikrofone des Pfarrers und des Trainers hatten auf derselben Frequenz gefunkt.

14.01.2020

In Island ist ein besonders großes und schweres Baby auf die Welt gekommen. Sechs Kilo wog der kleine Emil bei der Geburt – und war auch noch das erste Kind, das 2020 in dem Land das Licht der Welt erblickte.

14.01.2020

1957 war im Emsland ein Mann verschwunden. 63 Jahre später nimmt die Polizei die Suche nach dem Leichnam wieder auf. Ermittler graben in einem Acker.

14.01.2020