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Panorama Experte zweifelt an Klangqualität der Elbphilharmonie
Mehr Welt Panorama Experte zweifelt an Klangqualität der Elbphilharmonie
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13:41 21.02.2013
Immer Ärger mit der Elbphilharmonie: Nach dem Hin und Her um den Bau, steht nun die Akustik der Konzerthalle in der Diskussion. Quelle: dpa
Hamburg

Über die Akustik des Konzertsaales der Elbphilharmonie ist in Hamburg eine Diskussion entbrannt - und das kurz bevor der Senat darüber entscheidet, ob er das Konzerthaus vom Baukonzern Hochtief zu Ende bauen lässt. Uwe Stephenson, Professor für Raumakustik an der Hamburger Hafencity Universität, hat Zweifel, ob der Klang wirklich höchsten Ansprüchen genügen wird. „Die Stadt hat es versäumt, konkrete, zahlenmäßige Zielwerte zu definieren - das ist unverantwortlich und unglaublich unprofessionell“, sagte Stephenson dem „Hamburger Abendblatt“ (Donnerstagausgabe). Folglich könne sie später auch niemanden haftbar machen, wenn es dann doch nicht so klasse klinge. Die Elbphilharmonie soll einmal zu den zehn besten Konzerthäusern der Welt gehören.

Stephenson widerspricht Darstellungen der Kulturbehörde, wonach „gute Akustik“ gar nicht messbar sei. „Es gibt sogar eine internationale Norm, die Kriterien für „gute Akustik“ liefert, Sollwerte dazu stehen in jedem Raumakustik-Lehrbuch“, sagte der Professor. Seinen Berechnungen zufolge ist der Saal mit bis zu 30 Metern viel zu hoch - ideal seien zehn Meter. In Kombination mit dem zeltförmigen Dach könne das dazu führen, dass die Nachhallzeit nicht bei zwei Sekunden liege - das gilt als ideal für klassische Konzerte - sondern bei bis zu drei Sekunden. Im Interesse der Steuerzahler verlange er, dass die Stadt den positiven Beweis vorlegt, dass die Akustik gut wird.

Enno Isermann, Sprecher der Hamburger Kulturbehörde, sagte der dpa: „Man kann gewisse Parameter der Akustik messen, das Gesamtprodukt der Akustik ist aber sehr subjektiv und deshalb haben wir aus gutem Grund mit dem Japaner Yasuhisa Toyota einen der besten Akustiker der Welt gebeten, die Akustik für die Elbphilharmonie zu machen.“ Der Saal für die 2150 Zuhörer, die terrassenförmig um das Orchester sitzen, sei ausdrücklich auf das beste Ergebnis für die Akustik ausgerichtet und nicht nach architektonischen Gesichtspunkten. Es gebe einen ausführlichen Bericht über die Planung der Akustik, „dass alles gemacht ist, damit die Akustik gut ist.“

Bis zum 28. Februar will die Stadt Hamburg endgültig entscheiden, ob sie das umstrittene Konzerthaus mit oder ohne Hochtief zu Ende baut.

dpa

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