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Panorama Evakuierung rund um Fukushima wird ausgeweitet
Mehr Welt Panorama Evakuierung rund um Fukushima wird ausgeweitet
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16:53 25.03.2011
Medienberichten zufolge wird die Evakuierung rund um die Atomkraftwerke in Fukushima ausgeweitet. Quelle: dpa
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23.03 Uhr: Tepco-Techniker wollen Stromversorgung in Fukushima reparieren

Techniker des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima wollen am Donnerstagmorgen (Ortszeit) mit der Wiederherstellung der Stromversorgung beginnen. Man versuche, eine neue Stromleitung zu legen, so dass die Kühlung wieder in Betrieb genommen werden könne, zitierte der staatliche Sender NHK einen Sprecher des Kraftwerksbetreibers Tepco auf seiner Internetseite. Die Stromversorgung in Fukushima war als Folge des verheerenden Erdbebens vom Freitag zusammengebrochen. Am Mittwoch sei eine Reparatur der Stromversorgung an der hohen Strahlung auf dem Kraftwerksgelände gescheitert, hieß es in dem Bericht. Laut französischen Atomexperten droht spätestens am Freitag eine nukleare Verseuchung größeren Ausmaßes. Die Stunden bis dahin sind nach Darstellung der Fachleute entscheidend für die Kühlung der abgebrannten Brennelemente im Reaktor 4. Gelinge es nicht, das Abklingbecken bis dahin wieder aufzufüllen, werde eine „sehr bedeutende“ Verseuchung die Folge sein, erklärte der Direktor für Anlagensicherheit beim Institut für Strahlenschutz und Nuklearsicherheit (IRSN), Thierry Charles, am Mittwoch in Paris nach Angaben der Agentur AFP.

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22.37 Uhr: Brennstäbe in Reaktor 4 liegen nach Einschätzung der US-Behörden frei

Die Brennstäbe im Reaktor 4 des japanischen Katastrophen-Kraftwerks Fukushima liegen nach Einschätzung der US-Atomregulierungsbehörde NRC komplett frei. Man gehe davon aus, dass das Abklingbecken defekt und das Wasser abgelaufen sei, sagte NRC-Direktor Gregory Jaczko in einer Anhörung vor einem Kongress-Ausschuss laut einem Bericht der „New York Times“. „Wir glauben, dass die Strahlenbelastung extrem hoch ist“, sagte Jaczko. Dies wiederum könnte die Arbeit zur Eindämmung der Krise behindern.

22.21 Uhr: Evakuierung wird ausgeweitet

Die Evakuierung der Gegend um das japanische Atomkraftwerk Fukushima Eins wird nach Informationen des Fernsehsenders NHK ausgeweitet. Wegen der Gefahr radioaktiver Verstrahlung müssten weitere 28.000 Menschen in der Präfektur Fukushima ihre Häuser verlassen, meldete der Sender am Donnerstag (Ortszeit). Viele Notunterkünfte in der Region seien aber schon zu überfüllt, um neue Atom-Flüchtlinge aufzunehmen. Deshalb würden die Menschen jetzt auch auf umliegende Präfekturen verteilte.

21.55 Uhr: Atomexperten zufolge droht Japan am Freitag die große Verseuchung

Spätestens am Freitag droht im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Eins nach Einschätzung französischeer Atomexperten eine nukleare Verseuchung größeren Ausmaßes. Die Stunden bis dahin sind nach Darstellung der Fachleute entscheidend für die Kühlung der abgebrannten Brennelemente im Reaktor 4. Gelinge es nicht, das Abklingbecken bis dahin wieder aufzufüllen, werde eine „sehr bedeutende“ Verseuchung die Folge sein, erklärte der Direktor für Anlagensicherheit beim Institut für Strahlenschutz und Nuklearsicherheit (IRSN), Thierry Charles, am Mittwoch in Paris nach Angaben der Agentur AFP. „In den nächsten 48 Stunden entscheidet es sich“, sagte Charles vor Journalisten. Bis dort alle gebrauchten, aber noch stark radioaktiven Brennelemente vollständig aus dem Wasser ragen, dürften ein Tag oder zwei vergehen. Danach würde der radioaktive Ausstoß auftreten, erläuterte er weiter. „Das birgt aus zwei Gründen ein hohes Risiko: Dieser Ausstoß wird sehr bedeutend sein, und vor allem wird dieses Becken - das praktisch offen daliegt - anschließend den Zutritt zu diesem Gelände verbieten“, sagte der IRSN-Experte.

20.47 Uhr: Laut Aigner gibt es bislang keine radioaktiven Lebensmittel in Deutschland

Trotz des Reaktorunfalls in Japan sind in Deutschland bisher keine radioaktiv belasteten Fische oder andere Lebensmittel aufgetaucht. „Da kann man eindeutig sagen, dass die katastrophalen Ereignisse in Japan keine Auswirkungen haben auf den Lebensmittelbereich (in Deutschland)“, sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) am Mittwoch in Berlin. Derzeit gebe es keine Anzeichen für radioaktive Belastung von Lebensmitteln. Weil aber auch die Region um Japan betroffen sein könne, werde die Entwicklung sorgfältig beobachtet. Aus Sicherheitsgründen sollen alle Lebensmittel aus Japan auf mögliche Strahlenbelastung untersucht werden - vor allem Fisch und Fischprodukte wie zum Beispiel Sushi.

19.46 Uhr: USA raten Amerikanern dazu, Fukushima im Umkreis von 80 Kilometern zu verlassen

Die US-Regierung legt amerikanischen Staatsbürgern im Umkreis von 80 Kilometern um das japanische Unglücks-AKW Fukushima das Verlassen der Region ans Herz. Zumindest sollten die Menschen in ihren Häusern bleiben: „Auf der Basis unserer Analyse ist es das, was wir tun würden, wenn sich dieser Vorfall in den USA ereignen würde“, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, am Mittwoch in Washington. Die japanische Regierung hat zum Schutz vor radioaktiver Strahlung bisher nur Gebiete im Umkreis von 20 Kilometern evakuiert. Wer zwischen 20 und 20 Kilometer entfernt wohnt, soll sich nicht im Freien aufhalten.

18.30 Uhr: EU-Staaten sollen Lebensmittel aus Japan kontrollieren

Die EU hat die 27 Mitgliedstaaten aufgefordert, aus Japan eingeführte Lebensmittel auf mögliche Strahlenbelastung hin zu untersuchen. Das bestätigte der Sprecher von EU-Gesundheits- und Verbraucherkommissar John Dalli am Mittwoch in Brüssel. Wie Diplomaten berichteten, habe es über das europäische Schnellwarnsystem für Nahrungs- und Futtermittel (RASSF) eine entsprechende Mitteilung an die EU-Länder gegeben. Mögliche Funde sollen an das System zurückgemeldet werden.

17.46 Uhr: US-Drohne soll Einblick in Reaktoren verschaffen

Ein unbemanntes Flugzeug des US-Militärs soll mit seinen hochauflösenden Kameras am Donnerstag mehr Klarheit über das Innere der havarierten Atomreaktoren in Fukushima bringen. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit). Die Drohne Global Hawk hat zudem Wärmebildkameras an Bord. Hohe Strahlung und böiger Wind hatten am Mittwoch den Einsatz von Hubschraubern verhindert, die mit Wasser von oben die Reaktorblöcke 3 und 4 kühlen sollten. Beide Meiler sind durch Feuer und Explosionen teilweise zerstört. Der Einsatz war angeordnet worden, um die Brennstäbe mit Meerwasser und Borsäure zu kühlen. Alternativ prüften die Behörden den Einsatz von Wasserwerfern. Mit den Löschkanonen könnte das Innere der Meiler bewässert werden. Die Fahrzeuge wurden am späten Mittwochabend (Ortszeit) in Fukushima in Stellung gebracht.

16.55 Uhr: IAEA-Chef fliegt nach Japan - Situation „sehr ernst“

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, hat die Situation in Fukushima Eins als „sehr ernst“ bezeichnet. Er werde so schnell wie möglich selbst nach Japan fliegen und danach eine Sondersitzung des Gouverneursrats einberufen, sagte der Japaner am Mittwoch in Wien.

16.15 Uhr: Auswärtiges Amt empfiehlt, Großraum Tokio-Yokohama zu verlassen

Das Außenministerium in Berlin hat den Deutschen im Großraum Tokio-Yokohama geraten, die Region wegen der Atomkatastrophe in Japan zu verlassen. „Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Deutschen aus der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und dem Großraum Tokio-Yokohama, vorübergehend nach Osaka oder über Osaka ins Ausland auszuweichen“, hieß es am Mittwoch auf der Internetseite des Ministeriums in einem nochmals verschärften Sicherheitshinweis. Nach Angaben von Ministeriumssprecher Andreas Peschke halten sich derzeit noch etwa 1000 Bundesbürger im Großraum Tokio-Yokohama auf. Zu Beginn der Krise seien es etwa 5000 gewesen. Er könne nicht genau sagen, wie viele inzwischen das Land verlassen hätten. Um den Deutschen zu helfen, hätten die Botschaft in Tokio und das deutsche Generalkonsulat in Osaka ein konsularisches Betreuungsteam eingerichtet, das an den Bahnhöfen Tokio und Osaka-Kobe sowie am Flughafen Osaka präsent sei.

15.56 Uhr: Deutsche Reiseveranstalter sagen Japan-Reisen ab

Die deutschen Reiseveranstalter haben wegen der atomaren Katastrophe in Japan alle Reisen in das Land bis Ende April abgesagt. „Nach den Nachrichten der vergangenen Tage möchten wir im Moment niemandem zumuten, nach Japan zu reisen“, sagte Ury Steinweg, Geschäftsführer von Gebeco in Kiel. „Wir wissen einfach zu wenig.“ Auch Studiosus in München begründet die Absage mit der unübersichtlichen Lage und der radioaktiven Gefahr. JF Tours in Solingen verweist auf die Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes. Die Rewe Bausteintouristik (Dertour, Meier’s Weltreisen und ADAC Reisen) bietet ihren Kunden an, ihre Japanreisen bis Ende Mai kostenlos umzubuchen oder zu stornieren. Gebühren Dritter, zum Beispiel von Hotels oder Fluggesellschaften, würden aber an die Kunden weitergereicht, erklärte Sprecherin Antje Günther.

15.11 Uhr: Einsetzender Winter behindert Rettung der Erdbeben-Opfer

Ein Kälteeinbruch und Schneefall verschärfen die Notlage der Erdbeben-Opfer im Nordosten Japans. In der vom Tsunami überschwemmten Küstenregion herrschten am Mittwoch weiter apokalyptische Zustände. Tausende Menschen mussten in den Trümmern ihrer Siedlungen ausharren. Vielerorts wurden am fünften Tag nach dem Beben die Lebensmittel knapp, wie Augenzeugen berichteten. Es fehlte an Strom und Heizwärme. In der Nacht waren die Temperaturen deutlich unter null Grad gefallen. Zugleich wuchs die Sorge vor einer radioaktiven Verseuchung durch die AKW-Katastrophe in Fukushima. Die offizielle Zahl der Todesopfer stieg am Mittwoch auf 4255, wie die Polizei nach Angaben der Agentur Kyodo mitteilte. Bei den Vermissten gingen die Angaben weit auseinander. Während die Polizei von 8194 Vermissten sprach, ging Regierungschef Naoto Kan von mehr als 10.000 aus. An vielen Orten konnten die Hilfskräfte bislang nicht zum Einsatz kommen, da das Wasser noch immer nicht abgelaufen ist.

14.40 Uhr: Reaktormantel in Block 3 wohl nicht stark beschädigt

Der innere Reaktormantel von Block 3 im Atomkraftwerk Fukushima Eins ist nach Regierungsangaben wahrscheinlich nicht ernsthaft beschädigt. Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Mittwochabend (Ortszeit). Am Vormittag hatte er noch mitgeteilt, dass der Mantel womöglich schwer beschädigt sei. Das Fernsehen hatte Bilder gezeigt, wie stundenlang dichte Rauchschwaden von der Anlage aufstiegen. Das schwere Erdbeben vom Freitag hatte Schäden an mehreren japanischen Atommeilern zur Folge. In Fukushima kämpfen Techniker seitdem gegen eine Kernschmelze.

14.20 Uhr: EDF schickt Experten nach Japan

Der weltgrößte Betreiber von Atomkraftwerken, der französische Konzern EDF, will Spezialisten und Material nach Japan schicken. „Wir wollen nicht nur Zuschauer sein, sondern auch handeln und uns mit unseren japanischen Kollegen solidarisch zeigen“, sagte der Chef des französischen Stromkonzerns Henri Proglio am Mittwoch dem Sender RTL. Das Unternehmen wolle unter anderem Roboter schicken. Weitere Details, etwa zum Einsatzort der Spezialisten, nannte er zunächst nicht. EDF stehe in täglichem Kontakt mit dem japanischen Atomunternehmen Tepco, Betreiber der Unglücksanlage Fukushima Eins.

13.30 Uhr: Strahlung verhindert Hubschrauber-Einsatz in Fukushima

Hohe Strahlung und böiger Wind haben Hubschrauber-Einsätze zum Kühlen im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins bislang verhindert. Die Maschinen sollten Wasser in den havarierten Reaktor schütten. Die Regierung stoppte am Mittwoch vorerst die geplanten Flüge des japanischen Militärs über den Reaktorblöcken 3 und 4, wie die Agentur Kyodo meldete. Beide Meiler sind durch Feuer und Explosionen teilweise zerstört.

12.55 Uhr: Keine Gefahr für Deutschland laut Strahlenschutz-Chef

In Deutschland wird nach den Atomunglücken in Japan keine Gefahr durch erhöhte Strahlung bestehen. Nach Worten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) ist hierzulande nicht mit bedenklichen Strahlenwerten zu rechnen. Die aus Japan kommende Radioaktivität werde äußerst gering sein, sagte BfS-Präsident Wolfram König am Mittwoch in Freiburg. „Selbst im schlimmsten Szenario werden wir in Deutschland nach derzeitigem Stand keine Werte erreichen, die auch nur annähernd bedenklich sind.“ Er könne für Deutschland Entwarnung geben.

12.05 Uhr: Am Mittwoch waren 80.000 Hilfskräfte im Einsatz

Bei eisigen Temperaturen sind am Tag fünf nach dem schweren Erdbeben und Tsunami im Nordosten Japans etwa 80.000 Polizisten und Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. In einem Sondertreffen seiner Regierung sagte Ministerpräsident Naoto Kan am Mittwochnachmittag (Ortszeit) demnach: „Wir konnten mehr als 26.000 Menschen retten, aber die Zahl der Toten und Vermissten überschreitet die 10.000.“

11.35 Uhr: Offizielle Zahl der Toten in Japan jetzt bei 4164

Die offizielle Zahl der Toten nach dem schweren Erdbeben und Tsunami in Japan ist auf 4164 gestiegen. Das berichtete der TV-Sender NHK am Mittwochabend (Ortszeit). Die Zahl der Vermissten geht nach wie vor in die Tausende - sie liege bei mindestens 12.000, hieß es. Hunderttausende leben seit dem schweren Beben vom vergangenen Freitag in Notunterkünften.

11.05 Uhr: Wetter bringt keine neue Gefahr für Tokio

Zumindest vom Wetter droht der japanischen Metropole Tokio vorerst keine neue Gefahr: Der Wind hat wieder auf Nordwest zurückgedreht und leicht zugenommen. Radioaktive Partikel, die vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima in die Luft geraten, werden bei dieser Wetterlage direkt auf das Meer getragen. An der Situation werde sich in den nächsten Tagen nichts ändern, berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Mittwoch. Am Dienstag hatte der Wind einige Stunden lang aus Nord geweht und die Luft auf die Hauptstadt Tokio zugetrieben.

10.15 Uhr: Helikoptereinsatz über Reaktor 3 abgebrochen

Der Löscheinsatz mit Helikoptern über dem Reaktor 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins ist abgebrochen worden. Das berichtete der Fernsehsender NHK. Einen Grund nannte die Sprecherin zunächst nicht. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo war es den Sicherheitsgruppen wegen der hohen Radioaktivität nicht möglich, Wasser von der Luft aus auf das Gebäude zu sprühen.

9.40 Uhr: Japans Kaiser ruft Volk zum Durchhalten auf

Der japanische Kaiser Akihito (77) hat in einer ersten Ansprache seit der Naturkatastrophe seine Landsleute zum Durchhalten aufgerufen. „Ich hoffe aufrichtig, dass die Menschen diese schreckliche Zeit überstehen werden, indem sie sich gegenseitig helfen“, sagte er in einer Videobotschaft, aus der die Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch zitiert. Zudem sprach er den Opfern des Erdbebens und des Tsunamis sein Beileid aus. „Ich bete für die Sicherheit so vieler Menschen wie möglich“, sagte Akihito zudem, wie der britische Sender BBC berichtete. Beim ersten öffentlichen Auftritt seit dem Unglück vom Freitag sagte der Kaiser, er sei sehr beunruhigt. „Das war nicht vorhersehbar.“ Bei der Naturkatastrophe waren mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere tausend Menschen werden vermisst.

8.45 Uhr: Greenpeace kritisiert japanische Informationspolitik

Die Umweltschutz-Organisation Greenpeace hat die japanische Informationspolitik kritisiert. Nur der Betreiber Tepco messe die Strahlenwerte, sagte der Atomexperte Mathias Edler in Hamburg. Unabhängige Informationen gebe es weiterhin nicht. Nach Einschätzung von Experten blieben bei freiliegenden Brennstäben noch etwa 17 Stunden bis zur kompletten Kernschmelze.

7.30 Uhr: Retter aus Neuseeland und Australien geringfügig verstrahlt

Vier in Japan eingesetzte Retter aus Neuseeland und Australien sind geringfügig radioaktiv verstrahlt worden. Das teilte Neuseelands Premierminister John Key am Mittwoch mit. Es bestehe aber kein Gesundheitsrisiko für die Helfer.

6.15 Uhr: Arbeiter können zurück in Kraftwerk

Die Arbeiter im Atomkraftwerk Fukushima Eins können zurück auf das Gelände. Die Evakuierungsanordnung sei wieder aufgehoben worden, berichtete der Sender NHK am Mittwochmittag (Ortszeit). Zuvor mussten die Arbeiter das Katastrophen-Kraftwerk für kurze Zeit verlassen, nachdem dort zwei weitere Brände ausgebrochen waren und die Strahlung extrem angestiegen war.

6.00 Uhr: 1,6 Millionen Haushalte noch immer ohne fließend Wasser

Mindestens 1,6 Millionen Haushalte sind nach der Naturkatastrophe in Japan noch immer ohne fließend Wasser. Das berichtete der Sender NHK am Mittwoch (Ortszeit) und berief sich auf Angaben des Gesundheitsministeriums. Zuvor hatte NHK bereits gemeldet, dass 76.000 Gebäude beschädigt und mindestens 6300 weitere komplett zerstört seien. Mindestens 440.000 Menschen lebten in 2400 Notunterkünften. Dort mangele es teilweise an Wasser und Essen. Im Nordosten seien außerdem 850.000 Haushalte ohne Strom.

5.30 Uhr: Nachbeben der Stärke 6 in Japan

In Japan hat es ein weiteres starkes Nachbeben gegeben. Die Erdstöße hätten am Mittwochmittag (Ortszeit) eine Stärke von 6,0 gehabt, teilte die US-Erdbebenwarte mit. Das Epizentrum habe 95 Kilometer östlich der Hauptstadt Tokio gelegen, berichtete die Behörde auf ihrer Internetseite. Auch in der Millionenmetropole waren starke Erdstöße zu spüren. Nach Angaben des Pazifischen Tsunamiwarnzentrums bestand aber keine neue Gefahr für Riesenwellen. Das meldete auch die Nachrichtenagentur Kyodo.

4.45 Uhr: Reservisten der japanischen Armee sollen im Katastrophengebiet helfen

Reservisten der japanischen Armee sollen den Menschen in den Katastrophengebiet helfen. Das japanische Kabinett habe dem Plan zugestimmt, Reservisten für Rettungsarbeiten einzusetzen. Das meldete die Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch. Auch für den Einsatz ausländischer Ärzte im Krisengebiet habe sich die Regierung ausgesprochen.

4.30 Uhr: Arbeiter im Atomkraftwerk Fukushima Eins sollen Gelände verlassen

Die Arbeiter im Atomkraftwerk Fukushima Eins sollen das Gelände verlassen. Das sagte ein Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch meldete. Im Fernsehsender NHK sagte der Sprecher, aus Sicherheitsgründen könne niemand mehr in den Kontrollraum. Die Radioaktivität an der Atomanlage steige vermutlich wegen des beschädigten inneren Schutzmantels im Reaktor 2.

3.35 Uhr: Reaktormantel in zwei Reaktoren womöglich beschädigt

Die inneren Reaktormäntel von Block 1 und 3 im Atomkraftwerk Fukushima könnten beschädigt sein. Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Mittwoch. Endgültige Klarheit gebe es darüber aber nicht.

3.00 Uhr: Rauch steigt auch von Reaktor 3 auf

Auch am Reaktor 3 im Atomkraftwerk Fukushima ist am Mittwoch Rauch aufgestiegen. Das meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Wenige Stunden zuvor war bereits am Nachbarreaktor 4 ein Feuer ausgebrochen.

2.15 Uhr: Dicke Rauchwolken über Atomkraftwerk zu sehen

Auf Livebildern im Fernsehen waren nach dem Ausbruch eines neuen Feuers im Atomkraftwerk Fukushima dicke Rauchwolken zu sehen. Die Schwaden stiegen von Reaktor 4 auf, sodass das Gebäude kaum zu sehen war. Die Bilder übertrug der Sender NHK am Mittwochvormittag (Ortszeit). Der zweite Brand binnen 24 Stunden war am Morgen vermutlich nach einer Wasserstoffexplosion ausgebrochen.

1.45 Uhr: Neues Feuer in Atomkraftwerk

Im Katastrophen-Atomkraftwerk Fukushima ist zum zweiten Mal binnen 24 Stunden ein Feuer ausgebrochen. In Reaktor 4 kam es am Mittwochmorgen (Ortszeit) zu einem weiteren Brand. Vermutlich wurde der durch eine Wasserstoffexplosion ausgelöst, berichtete der Sender NHK. Auch die Steuerung der Kühlwasseranlage soll betroffen sein. In dem Reaktor lagern abgebrannte Brennstäbe, die ohne ausreichende Kühlung ähnlich gefährlich wie aktive Brennstäbe sind.

dpa

25.03.2011
15.03.2011