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Panorama Essener Oberarzt provoziert mit „Ungeimpft“-Armbinde
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19:43 14.11.2021
An einem Essener Kranken­haus trägt ein Oberarzt eine Armbinde mit der Aufschrift „Ungeimpft“. Die Klinik toleriert sein Verhalten nicht.
An einem Essener Kranken­haus trägt ein Oberarzt eine Armbinde mit der Aufschrift „Ungeimpft“. Die Klinik toleriert sein Verhalten nicht. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa
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„Ungeimpft“ – das steht auf einer Armbinde, die ein Oberarzt am Freitag im Essener St.-Josef-Kranken­haus Kupferdreh getragen hat, berichtet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ). Der Mann protestiert mit der selbst­gebastelten Armbinde gegen die regel­mäßigen PCR-Corona-Tests am Arbeits­platz. Die Klinik reagiert auf die Provokation und schreibt in einer schriftlichen Mitteilung: „Wir bedauern den Vorfall sehr.“

Der Mitarbeiter habe seine Binde schnell wieder abgenommen. In der Meldung betont die Klinik, dass es vor allem um den Ort des Protests und die damit verbundene Signal­wirkungen gehe: „Natürlich respektieren wir die freie Meinung eines jeden, daher ist das subjektive Empfinden des Mitar­beiters auch zu respektieren“, heißt es. „Allerdings ist der Ort, seinen Protest zu äußern, nicht akzeptabel und wird auch vonseiten der Kranken­haus­leitung nicht toleriert.“

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An der Klinik seien nach Angaben eines Sprechers 88 Prozent der Beschäftigten geimpft. Das sei deutlich mehr als der Bevölkerungs­durch­schnitt. Aber es gebe vereinzelt auch Ärzte, die sich nicht impfen lassen wollen.

Dass die Verweigerer ihre Meinung noch ändern, glaubt die Klinik nicht. „Wer jetzt noch ungeimpft ist, ist nur sehr schwer zu über­zeugen“, so der Sprecher.

RND/lka

Der Artikel "Essener Oberarzt provoziert mit „Ungeimpft“-Armbinde" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.