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Panorama Erste Fortschritte im Kampf gegen verheerende Brände
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18:58 24.08.2009
Insgesamt waren am Montag mehr als 500 Feuerwehrleute und etwa 300 Soldaten im Einsatz. Quelle: Louisa Gouliamaki/afp
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Unterstützt von Löschflugzeugen aus anderen Ländern kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen, die viele Einwohner in Panik versetzten.

„Die Lage verbessert sich, in der Gegend von Athen gibt es keinen großen aktiven Brandherd mehr“, sagte Feuerwehrsprecher Jannis Kapakis. Einzige Ausnahme sei ein Brand in Porto Germeno rund 60 Kilometer westlich von Athen. Der Sprecher hob hervor, es bestehe weiterhin das Risiko, dass andere Brände wieder aufflammten.

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In der Region Pikermi im Nordosten der Hauptstadt breiteten sich die Flammen den Angaben zufolge nicht weiter aus. Dort waren am Vormittag mehrere Häuser von den Flammen bedroht gewesen. In der nördlich von Athen gelegenen Region Agios Stefanos brachte die Feuerwehr einen Brand unter Kontrolle. Auch die Brände in den Athener Vororten Nea Makri, Ekali und Daou Pentelli breiteten sich zunächst nicht weiter aus, ein Feuer auf der Insel Euböa vor Athen wurde jedoch nicht eingedämmt. Die Umweltorganisation WWF erklärte, durch die Zerstörung der Wälder um Athen werde sich die Luft und damit die Lebensqualität in der Hauptstadt auf Jahre hin verschlechtern.

Insgesamt waren am Montag mehr als 500 Feuerwehrleute und etwa 300 Soldaten im Einsatz. Sie wurden von zahlreichen Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstützt. Auch Spanien, Italien, Frankreich, Zypern sowie die Türkei schickten Flugzeuge und Helikopter für die Brandbekämpfung. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch Winde von bis zu 60 Stundenkilometern.

Bislang haben die Flammen gut 15.000 Hektar Wald zerstört und etwa 150 Häuser beschädigt. Auch historische Stätten waren bedroht. So war etwa der Ort der Schlacht von Marathon aus dem Jahr 490 vor Christus in der Nacht zu Montag in Rauch gehüllt. Das im 14. Jahrhundert gegründete Kloster Pantokratores konnten Feuerwehrleute vor den Flammen retten.

Griechische Medien kritisierten unterdessen die Rettungsmaßnahmen und die Behörden, da aus den schweren Waldbränden im Jahr 2007 keine Konsequenzen gezogen worden seien. Viele Anwohner beklagten, schlecht ausgeführte Feuerwehreinsätze hätten sie in Gefahr gebracht.

Nach Angaben des Auswärtigen Amts sind Deutsche von den Bränden bislang nicht direkt betroffen. Dazu lägen derzeit keine Hinweise vor, sagte ein Sprecher. Der Reiseveranstalter TUI teilte mit, dass fast alle deutschen Touristen direkt zu den griechischen Urlaubsinseln oder den Ferienregionen auf dem Festland geflogen würden und durch die Brände daher keine Einschränkungen hinnehmen müssten.

afp

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