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Panorama Ernst August wirft Hotelier „Lügengeschichten“ vor
Mehr Welt Panorama Ernst August wirft Hotelier „Lügengeschichten“ vor
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19:15 15.06.2009
Ernst August Prinz von Hannover (Mitte) mit seinem Frankfurter Anwalt Hans Wolfgang Euler (rechts) und seinem kenianischen Anwalt Saleen Ghalia. Quelle: Jochen Lübke dpa/lni
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Sein damaliger Verteidiger Jochen Heidemeier habe falsche Geständnisse von ihm abgelegt und sei deshalb für die Verurteilung in dem Verfahren verantwortlich, geht aus einer fast 20 Seiten langen, am Montag vor dem Landgericht Hildesheim verlesenen Erklärung von Ernst Augusts Anwalt Hans Wolfgang Euler hervor. Der Adelige soll im Jahr 2000 in Kenia den Hotel- und Diskobesitzer Josef Brunlehner angeblich schwer verprügelt haben.

In dem am Montag wieder aufgenommenen Berufungsverfahren sollen neue Zeugenaussagen den Angeklagten entlasten. Ernst August selbst hat eingeräumt, Brunlehner zweimal geohrfeigt zu haben. Dieser hingegen will jedoch schwere Verletzungen am Oberkörper davongetragen haben und hatte behauptet, deshalb sogar in ein künstliches Koma versetzt worden zu sein.

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Vor Prozessbeginn am Montag hatte Brunlehner gesagt, dass er damals von einem „Todeskommando“, zu dem auch Ernst August gehört habe, angegriffen und schwer misshandelt worden sei. Ernst August wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete Brunlehners Anschuldigungen als „groteske Erfindungen und Lügengeschichten“.

Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ könnten sich Brunlehners Behauptungen als falsch herausstellen. Demnach entlasten kenianische Ärzte und weitere Zeugen den Angeklagten. So sollen die schweren Verletzungen Brunlehners vorgetäuscht und dessen künstliche Beatmung im Krankenhaus inszeniert worden sein. Der Prozess soll am Dienstag mit der Aussage Brunlehners fortgesetzt werden.

ddp

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