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Panorama Erdbeben in Christchurch
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09:43 23.12.2011
Erneutes Erdbeben in Neuseeland.
Erneutes Erdbeben in Neuseeland. Quelle: dpa
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Wellington

Eine Serie von Erdbeben hat am Freitag die zweitgrößten neuseeländischen Stadt Christchurch erschüttert und mindestens 19 Menschen verletzt. Nach dem ersten Erdstoß der Stärke 5,8 folgten mindestens zwei weitere Beben von 5,3 und 5,9, wie die US-Geologiebehörde USGS mitteilte. Die Schäden hielten sich nach ersten Angaben in Grenzen, aber unter den Einwohnern breitete sich Panik aus. Die Stadt hat seit September 2010 eine beispiellose Serie von Erdbeben erlebt. Das schlimmste passierte im Februar: Mit einer Stärke von 6,3 zerstörte oder beschädigte es in der Innenstadt mehr als 900 Gebäude; 181 Menschen kamen ums Leben.

Die meisten Menschen erlitten Panikattacken und Atemnot, berichtete ein Sprecher des Notdienstes im Rundfunk. Auch die Notaufnahmen in den Krankenhäusern behandelten zahlreiche Patienten mit ähnlichen Symptomen. Nach ersten Informationen wurde niemand durch herabfallende Steine oder einstürzende Wände verletzt.

Allerdings erhielten bereits vorher beschädigte Gebäudeweitere Risse und stürzten teilweise ein, der Strom fiel in mindestens 26.000 Haushalten aus, Schlammlawinen blockierten Straßen und von einigen Steilwänden in Vororten stürzten Gesteinsbrocken herab. Der Flughafen wurde geschlossen und die Terminals evakuiert. Rund 40 Flüge wurden umgeleitet, damit Sicherheitskräfte die Landebahnen auf Risse untersuchen konnten. Einkaufszentren wurden ebenfalls evakuiert.

Die Stadt war bei dem ersten Erdstoß um 13.58 Ihr Ortszeit voller Menschen, die letzte Weihnachtseinkäufe machten. In Neuseeland begannen am Freitag auch die langen Sommerferien. Das Beben war nach Angaben von Einwohnern in weiten Teilen der Südinsel und bis in den Südteil der Nordinsel zu spüren.

dpa

22.12.2011
22.12.2011