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Panorama Erweiterung vom Schacht Konrad vom Tisch
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15:18 18.01.2016
Wird nicht erweitert: Das Atommüll-Endlager Schacht Konrad. Quelle: dpa/Archiv
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Salzgitter

König sagte dies in einem Gespräch mit der "Braunschweiger Zeitung".

Im vergangenen Jahr hatte ein Entwurf des nationalen Entsorgungsplans für Aufruhr gesorgt, wonach sich in Deutschland die Menge der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle auf bis zu 600.000 Kubikmeter verdoppeln könnte. Das für diese Abfälle geplante Endlager Schacht Konrad ist bislang nur für 303.000 Kubikmeter genehmigt. Zwar hatte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zwischenzeitlich erklärt, eine Erweiterung solle vermieden werden, endgültig ausgeschlossen hatte sie dies aber nicht.

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Im Schacht Konrad sollen 95 Prozent der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle aus deutschen Kernenergieanlagen eingelagert werden, sie machen aber nur ein Prozent der Radioaktivität aus. Für die restlichen hoch radioaktiven Abfälle soll bis 2031 ein Endlager gefunden werden.

Am Dienstag will Hendricks nach Salzgitter reisen, um vor Ort mit Verantwortlichen aus Politik und Gesellschaft über die Zukunft von Schacht Konrad zu sprechen. Das Endlager soll nach bisherigem Planungsstand bis spätestens 2022 in Betrieb gehen.

In der Region gibt es seit Jahren großen Widerstand gegen das Vorhaben. Erst im vergangenen Mai wurden mehr als 70 000 Unterschriften an das Bundesumweltministerium übergeben. Die Unterzeichner fordern einen Stopp aller Endlagerpläne und verweisen auf Sicherheitsbedenken.

dpa

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