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Panorama Elfjähriger war brutalster Killer eines Drogenkartells
Mehr Welt Panorama Elfjähriger war brutalster Killer eines Drogenkartells
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16:27 19.07.2011
Foto: „El Ponchis“ bei seiner Festnahme in Mexiko.
Die mexikanische Presse nannte „El Ponchis“ das "Killer-Kind". Quelle: dpa
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Mexiko-Stadt

Ein 14-jähriger Junge soll in Mexiko mehrere Menschen gefoltert und getötet haben. Nun begann ein Prozess gegen den Teenager. „El Ponchis“ war Mitglied des Kartells vom Südpazifik, das aus der kriminellen Organisation der Beltran Leyva hervorging. Der Prozess im Jugendgefängnis der Stadt Miacatlán im zentralmexikanischen Bundesstaat Morelos soll zwei Wochen dauern. Mehr als 60 Zeugen, darunter Entführungsopfer, sollen gehört werden.

Der in den Medien „Killer-Junge“ genannte Edgar N. erschien in einem braunen T-Shirt, Jeans und Tennisschuhen im Gerichtssaal, wie die Zeitung „Excelsior“ am Dienstag berichtete. Als die Anklage vorgetragen wurde, habe er sich ruhig und desinteressiert verhalten.

Der Jugendliche, der nach Medienberichten neben der mexikanischen auch die US-Staatsangehörigkeit besitzt, hatte nach seiner Festnahme im Dezember 2010 ausgesagt, im Alter von elf Jahren in den Drogenhandel geraten zu sein. Er gestand, unter Einfluss von Rauschgift mehrere Menschen getötet zu haben.

Blutigste Morde von Jungen des Kartells Südpazifik ausgeübt

In Cuernavaca, 80 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt, tobt seit dem Tod des Kartellchefs Arturo Beltran Leyva ein erbitterter Kampf um dessen Nachfolge. Der Kriminelle war im Dezember 2009 von Spezialeinheiten aufgespürt und erschossen worden.

Laut Zeitungsberichten war der Junge, ebenso wie weitere Jugendliche von Julio de Jesús Rodilla Hernández („El Negro“), dem Anführer des Kartells vom Südpazifik, angeheuert worden. Unter dessen Führung war „El Ponchis“ den Angaben zufolge mit seiner Zelle der brutalste Killer. Die Jungen dieses Kommandos sollen die blutigsten Morde in Cuernavaca ausgeführt haben.

Im mexikanischen Drogenkrieg sind seit Dezember 2006 mehr als 40.000 Menschen ums Leben gekommen, darunter nach inoffiziellen Angaben 1300 Kinder und Jugendliche.

jhe/dpa