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Panorama Elch "Knutschi" nach Festnahme wieder in Freiheit
Mehr Welt Panorama Elch "Knutschi" nach Festnahme wieder in Freiheit
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10:18 29.09.2009
"Knutschi", der Elch. Quelle: lni
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„Das Tier ist wohlauf“, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Der Elch war noch am Abend mit einem Viehtransporter in ein Waldgebiet weit abseits der Autobahn gebracht und dort freigelassen worden. Wo genau der Elch ausgesetzt wurde, will die Polizei geheim halten.

Der seit Tagen im hessisch-niedersächsischen Grenzgebiet umherstreifende Elchbulle, dem Lokalzeitungen den Namen „Knutschi“ gegeben haben, war am Montag an der A 7 aufgetaucht. Weil befürchtet wurde, das Tier könnte auf die Fahrbahn laufen und Unfälle verursachen, entschied das hessische Umweltministerium, den Elch durch einen Tierarzt narkotisieren zu lassen. Die Betäubung sei wie geplant verlaufen, sagte die Polizeisprecherin. Vor und während der Aktion sperrte die Polizei die Autobahn in beiden Richtungen für eine knappe Stunde.

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Der auf ein Alter von zwei Jahren geschätzte Elchbulle ist nach Angaben von Experten aus Polen oder Tschechien nach Deutschland gewandert. Vermutlich sei er auf der Suche nach einer Partnerin.

Nach dem Bundesjagdgesetz gilt für Elche zudem eine ganzjährige Schonzeit. Der Naturschutzbund (NABU) hieß den Elch „Willkomen“ und erklärte, er dürfe keinesfalls abgeschossen werden. Nach Ansicht des Göttinger Wildbiologen Ferdinand Rühe hat der Elch in freier Wildbahn gute Überlebenschancen. „Er kommt ganz gut alleine zurecht“, sagte der Wissenschaftler der Nachrichtenagentur ddp. Der Elch könne sich in Wäldern und auf Wiesen ausreichend durch Gras, Zweige, jungen Triebe und Obst ernähren. Nahrungskonkurrenten oder Tiere, die ihm gefährlich werden könnten, gebe es hierzulande nicht.

ddp

28.09.2009
28.09.2009