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Panorama Eisregen behindert Bahnverkehr in Niedersachsen erheblich
Mehr Welt Panorama Eisregen behindert Bahnverkehr in Niedersachsen erheblich
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16:36 31.12.2009
Schnee und Eisglätte in Niedersachsen: Im Fernverkehr der Bahn müssen Reisende mit Verspätungen rechnen. Quelle: ddp (Symbolbild)
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Wegen Eisregens im südlichen Niedersachen haben Bahnreisende an Silvester Einschränkungen und Verspätungen in Kauf nehmen müssen. Durch vereiste Oberleitungen war der Zugverkehr am Donnerstag stark eingeschränkt, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Vor allem in Osnabrück und Göttingen gab es Probleme. Auf den Straßen war die Lage relativ entspannt. In Hamburg war der Winterdienst zwar im Großeinsatz, größere Unfälle gab es aber nicht. Im Norden Bayerns führte anhaltender Regen derweil zu Hochwasser.

Von den Problemen bei der Bahn betroffen waren IC- und ICE-Fernverbindungen. Die IC-Linie Hamburg-Bremen-Osnabrück-Köln wurde über Hannover umgeleitet. Die IC-Strecke Amsterdam-Osnabrück-Hannover-Berlin wurde auf die Verbindung Berlin-Hannover begrenzt, so dass Reisende nach Amsterdam über Duisburg fahren mussten. Für die ICE-Linie Berlin-Frankfurt/Main-Stuttgart wurde empfohlen, eine Umsteigeverbindung über Leipzig zu nehmen. Auch die ICE-Strecke Hamburg-München war eingeschränkt.

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Der Bereich Göttingen war nach Angaben der Bahn am Nachmittag wieder befahrbar. Zuvor waren acht ICE zwischen Stuttgart und Hamburg sowie acht zwischen Berlin und Frankfurt verkehrende Züge ausgefallen. Es kam teilweise zu mehrstündigen Verspätungen.

In Hamburg war der Winterdienst wegen Schneefalls und Glätte seit dem Morgen im Stadtgebiet mit 170 Streufahrzeugen im Einsatz. Die Einsatzkräfte streuten laut Stadtreinigung auf Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr. In den Stadtteilen Harburg und Bergedorf waren bereits am Mittwochabend rund 40 Streuwagenfahrer im Einsatz. Weitere 800 Einsatzkräfte sicherten am Donnerstagmorgen die Fußgängerüberwege.

Im schleswig-holsteinischen Lütau wurde am Mittwochabend bei einem Autounfall ein 21-Jähriger schwer verletzt. Der Mann kam in einer Kurve wegen Glätte von der Bundesstraße 209 ab und geriet in eine Böschung. Ebenfalls schwer verletzt wurde ein Autofahrer in der Nacht zum Donnerstag in der Nähe von Steinfeld in Niedersachsen. Der 22-Jährige kam mit seinem Wagen von der winterglatten Straße ab und prallte gegen einen Baum. In Kalkar in Nordrhein-Westfalen wurde am Donnerstagmorgen eine 20-jährige Pkw-Fahrerin schwer verletzt. Die Frau war laut Polizei ebenfalls mit ihrem Wagen von der eisglatten Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum gefahren.

Im Norden Bayerns führte derweil der anhaltende Regen der vergangenen Tage an vielen Flüssen zu Hochwasser und Überflutungen. Betroffen waren am Donnerstagmorgen vor allem das Gebiet des Oberen Mains, der Fränkischen Saale, der Aisch und der Fränkischen Rezat, wie der Hochwassernachrichtendienst des Bayerischen Landesamts für Umwelt in Augsburg mitteilte. Da laut Deutschem Wetterdienst mit weiteren Regenfällen zu rechnen ist, werden die Wasserstände vielerorts voraussichtlich weiter steigen.

Internet: bahn.de

ddp