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Panorama Eisbrecher sind im 
Dauereinsatz
Mehr Welt Panorama Eisbrecher sind im 
Dauereinsatz
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20:27 05.01.2010
Von Marina Kormbaki
Vielen Wasserstraßen in Norddeutschland sind teilweise zugefroren. Quelle: lni
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Bei den anhaltend niedrigen Temperaturen kommt es im gesamten Ostseeraum zu Neueis, oder aber bereits vorhandenes Scholleneis dehnt sich weiter aus. In Bodden zwischen Rügen und Hiddensee müssen Kapitäne derzeit ihre Schiffe durch eine schmale Rinne zwischen einer bis zu zehn Zentimeter dicken Eisschicht steuern.

Trotz Temperaturen, die unter dem Gefrierpunkt verharren, waren am Dienstag jedoch die Zufahrten zu großen Häfen wie in Kiel, Rostock und Hamburg eisfrei, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) mit. „Für die Berufsschiffahrt gibt es in der deutschen Ostsee derzeit keine großen Beeinträchtigungen, und auch die Fähren zu den Inseln verkehren nach Plan“, sagte ein Sprecher des Amtes.

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Zu leichten Einschränkungen durch Scholleneis kam es am Dienstag auch auf dem Mittellandkanal zwischen Minden und Lohne sowie auf den Stichkanälen nach Hannover, Hildesheim und Salzgitter. Zwei Eisbrecher waren auf dem Stichkanal nach Hildesheim im Einsatz, teilte die Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Mitte in Hannover mit. Die Behörde ist für die niedersächsischen Wasserstraßen zwischen Minden und Wolfsburg zuständig – auf ihnen brachen am Dienstag insgesamt sieben Eisbrecher Fahrrinnen frei. WSD-Mitte-Sprecherin Iris Grasso sprach von „jahreszeitüblichen Erscheinungen“, die Eisdicke betrage dort rund acht Zentimeter. Mit größeren Beeinträchtigungen sei erst zu rechnen, wenn die Temperaturen einige Nächte lang auf unter minus zehn Grad fielen – so wie vor einem Jahr. Im Januar 2009 war die Schifffahrt auf der Elbe und anderen Binnenwasserstraßen wegen des frostigen Wetters tagelang zum Erliegen gekommen. Eine Neuauflage der eisigen Verkehrsprobleme vom Januar 2009 ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes derzeit jedoch eher unwahrscheinlich: „Im Norden pendeln sich die Temperaturen in den nächsten Tagen bei minus fünf Grad ein“, sagte ein Sprecher. Der Dauerfrost bedeute zwar eine anhaltende, aber keine extreme Eisbildung.