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Panorama Eisbrecher befreien eingeschlossene Fähren
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16:56 05.03.2010
Nach einer Nacht im Packeis: Die Aussenfassage der Passagierfähre wurde am Heck stark beschädigt.
Nach einer Nacht im Packeis: Die Aussenfassage der Passagierfähre wurde am Heck stark beschädigt. Quelle: dpa
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Massives Packeis auf der Ostsee hat bis Freitag mehr als 50 Schiffe eingeschlossen und fast 2000 Passagiere von Fährschiffen zu unfreiwilligem Aufenthalten auf hoher See gezwungen. Wie die schwedische Küstenwacht mitteilte, konnte unter anderem das Fährschiff „Amorella“ mit knapp 1000 Reisenden an Bord erst nach einer Nacht in der nicht mehr passierbaren Fahrrinne nördlich von Stockholm durch Eisbrecherhilfe in Bewegung versetzt werden.

Das Schiff der Reederei Viking Line war am Vortag auf dem Weg vom finnischen Hafen Turku nach Stockholm durch das immer massivere Packeis in der Fahrrinne mit einer weiteren Fähre, der „Isabella“, sowie einem Frachter leicht kollidiert. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Ein Sprecher des schwedischen Schifffahrtsamtes kritisierte im Rundfunk die Kapitäne der betroffenen Fähren und von Frachtern, weil sie nicht auf Warnungen der Behörden gehört hätten: „Die wissen es halt manchmal besser.“ Dadurch sei ein extrem hoher Bedarf an Eisbrecher-Hilfe erzeugt worden.

Viking Linie machte den Behörden umgekehrt den Vorwurf, den Einsatz von sieben schwedischen und vier finnischen Eisbrechern nicht ausreichend zu koordinieren. Für das Wochenende kündigten die Behörden eine Entspannung der Eislage vor allem durch günstigeren Wind an.

dpa